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2.
Einst lehnt ihr Damon zum Vergnügen
Das Thürchen nicht beym Füttern an,
So, daß sie aus dem Bauer fliegen
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Und in der Stube flattern kann.Sie fliegt; und sang sie vormals sehr,
So sang sie itzt noch dreymal mehr.
3.
Auch Vögeln ist die Freyheit lieber,
Als Kerker, welche Gold umzieht.
15
Sie sitzt so, daß sie gegenüberIn Damons großen Spiegel sieht.
Sie sieht sich selbst, und meynt dabey,
Daß dieses Bild die Schwester sey.
4.
Sie stutzt und regt die kleinen Schwingen,
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Bald will sie fort, bald bleibt sie hier;Dann fängt sie schmetternd an zu singen.
Drauf öffnet Damon bald die Thür.
Da dringt der Schall im Augenblick
Aus dem gewölbten Saal zurück.
5.
25
Sie läßt sich zwo Minuten stören;Die Ehrfucht martert ihren Geist.
Sie meynt die Schwester selbst zu hören,
Die ihr der falsche Spiegel weist.
Drauf läßt sie sich mit sich allein
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Betrogen in den Wettstreit ein.
Empfohlene Zitierweise:
Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen. M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch, Leipzig 1769, Seite 306. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gellert_Schriften_1_306.jpg&oldid=- (Version vom 1.1.2026)
Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen. M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch, Leipzig 1769, Seite 306. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gellert_Schriften_1_306.jpg&oldid=- (Version vom 1.1.2026)