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ward? Es ist gezwungen, undeutlich, und dem Reime zum Besten gesagt. Eben dieses gilt auch von dem Schimmer des Morgens, der seine Existenz hier dem Zimmer zu danken hat. Das Morgenlied scheint mir hier auch nicht schön zu seyn, ob es gleich gewiß ist, daß die Lerchen des Morgens am stärksten singen; man denkt dabey an das Abendlied. „Und ruhte nicht, bis daß ihr Klang das ganze Haus erfüllt durchdrang.“ Klang; unnatürlich. Es sollte Gesang heißen. Was bedeutet hier erfüllt? Heißt es der Klang, der das ganze Haus erfüllt hatte, oder mit dem das ganze Haus war erfüllt worden? Setzt man das Participium in dem einen oder in dem andern Falle, nach dem Sprachgebrauche, so wie es hier steht? Niemals. Also ist es undeutlich, oder wider die Grammatik; und sollte erfüllend heißen, wenn ja ein Participium gebraucht werden mußte. Und wenn es beides nicht wäre: so ist es doch überflüßig, weil in dem Worte durchdringen das Erfüllen schon enthalten ist.

Zweyte Strophe. „Einst lehnt ihr Damon zum Vergnügen das Thürchen nicht beym Füttern an.“ Anlehnen ist nicht der rechte Ausdruck, oder es sollte heißen: er lehnte es nicht wieder an; besser: er ließ die Thüre offen. Aber so hätte der folgende Reim, kann, nicht bestehen können. „So, daß sie aus dem Bauer fliegen und in der Stube flattern kann.“ Das so, daß, ist sehr demonstriret, ist zu gezwungen, oder doch prosaisch. Wenn

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Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen. M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch, Leipzig 1769, Seite 312. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gellert_Schriften_1_312.jpg&oldid=- (Version vom 2.1.2026)