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sie aus dem Bauer fliegt, so weis ich schon, daß sie in der Stube flattern kann; und wenn sie das Letzte thut, muß das Erste geschehen seyn. Ein Umstand ist überflüßig. In der Stube flattern, sagt man auch nicht, sondern lieber herumflattern. Flattern soll hier ein lachender Ausdruck seyn, thut aber keine gute Wirkung. „Und sang sie vormals sehr: so singt sie itzt noch dreymal mehr.“ Mehr, harmonirt mit dem sehr nicht, sondern mit dem Reime. Es sollte heißen: noch dreymal stärker. Die ganze Strophe ist prosaisch und gedehnt.

Dritte Strophe. „Auch Vögeln ist die Freyheit lieber, als Kerker, welche Gold umzieht.“ Diese Sentenz steht nicht an ihrem Orte. Kerker paßt zur Freyheit nicht gut. Es sollte Sklaverey heißen. Sie sitzt so, daß; prosaisch. Damons großer Spiegel. Wozu Damons? Kann der Spiegel jemanden anders gehören? Es wäre besser, der Spiegel hätte gar kein Beywort. „Sie sieht sich selbst, und meynt dabey, daß dieses Bild die Schwester sey.“ Meynt dabey; gezwungen und gereimt. Dieses Bild; was für ein Bild? Es ist ja noch keines da gewesen, auf welches dieses gehen könnte. Also ihr eignes Bild, oder das sie itzt sieht. Die Schwester. Warum Schwester? War es eine Sie? und war die singende Lerche auch eine Sie? Ueberhaupt ist der Familienname Schwester hier nichts artiges, denke ich.

Vierte Strophe. „Sie stutzt und regt, vermuthlich bewegt, die kleinen Schwingen.“ Klein, ist hier

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Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen. M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch, Leipzig 1769, Seite 313. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gellert_Schriften_1_313.jpg&oldid=- (Version vom 2.1.2026)