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Und dieser ward auch bald gefunden
Am Markte im Weigel´schen Haus.
Dort fliegen an Feiertagsstunden
Kunsthüttler herein und heraus,
Und stellen viel Bilder dort aus.
Mit Vergunst — im Verein —
Unverhunzt — im Verein —
Sei und bleibe Allen stets die ächte Kunst — im Verein —
Wer sie liebt — im Verein, wer sie übt — im Verein —
Doch wer ihrer spottet, oder sie nicht achtet — im Verein —
Nur nach Mode und nach fremden Plunder trachtet — im Verein —
:,: Wird gezwängt — im Verein — und gedrängt — im Verein —
Und zuletzt im Narrengalgen aufgehängt — im Verein. :,:
All´ Dienstags in die Hütte,
Da geht es lebhaft zu,
:,: Man kneipt nach alter Sitte
Und singt ein Lied dazu.
Valleri, vallera, velleri, juchhei! :,:
Man kann nicht immer Vorträge hören, Juvallerallerallera!
Und wenn ie noch so sehr uns belehren, Juvallerallerallera!
Denn: „Grau sind alle Theorie´n;
Des Lebens Baum ist frisch und grün!“ :,: Juvallerallerallera! :,:
Wenn Natur in üpp´ger Fülle
Sommerlichen Reiz enthüllt,
Zieht man früh in aller Stille,
Tasch´ und Ranzen wohlgefüllt.
Macht Parthieen in die Weite,
Labt das Herz mit Hochgenuss,
Und mit allgemeiner Freude
Macht die Heimkehr den Beschluss.
Ein Hoch der Kunst an unserm Stiftungsfeste,
Es blühe der verein zu ächter Kunst Gedeih´n,
Er möge zieh´n, das sei der Blüthen Beste,
Aus seiner Hütte klein, :,: in einer Halle ein. :,:
Ihr aber, die Ihr immer unverdrossen
Den jungen Keim gepföegt bis goldne Frucht er trägt,
Euch werden einst die späten Kunstgenossen
In innigem Verein :,: ein dankbar Vivat weih´n. :,:
A. G–.: Die Geschichte von der Kunsthütte. , Chemnitz 1910, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_von_der_Kunsth%C3%BCtte.pdf/2&oldid=- (Version vom 3.3.2026)