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§2,1. QUELLEN. 5
von dieser übersichtlichen, hauptsächlich auf den handlichen Gebrauch berechneten Darstellung ausgeschlossen und erst nachträglich in be- sonderen Abschnitten behandelt. In diesem Anhange konnte aber auch die Frage nach der Ableitung der griechischen und römischen Maße und Gewichte nicht völlig bei Seite gelassen werden. Es wurde daher in einem vierten Teile das Wichtigste von den Systemen der Ägypter und der Völker Vorderasiens in Kürze dargestellt und daran die Her- leitung der griechischen Masse und Gewichte geknüpft. Der fünfte und sechste Teil ist den partikularen Massen, Gewichten und Wäh- rungen gewidmet, soweit sie in diesem Handbuche zu berücksichtigen waren, und zwar sind nach räumlicher Unterscheidung zunächst Grie- chenland und der Osten, dann Italien und der Westen behandelt worden.
Dem Charakter eines dogmatischen Handbuches entsprechend ist eine übersichtliche Einteilung in Paragraphen und kleinere Abschnitte durchgeführt worden, wodurch zugleich die Füglichkeit des Verweisens auf das noch Folgende geboten wurde. Den Schluß bilden die Tabellen, in welchen die alten Masse, Ge- wichte und Münzen auf die entsprechenden heutigen Werte zurück- geführt sind. Auch drei vergleichende Übersichten über die Derivation der Maße und Gewichte sind zuletzt beigefügt.
§ 2. Quellen.
1. Die unmittelbaren Quellen für die Metrologie der alten Völker sind die Maßstäbe, Hohlmaße, Gewichtstücke und Münzen, die jetzt noch erhalten sind. Hier fällt auf den ersten Blick eine große Ver- schiedenheit in die Augen. Maßstäbe, Hohlmaße und Gewichte haben nur in geringer Zahl den Untergang der alten Welt überdauert1), wäh- rend die Münzen ein überaus reichliches Material liefern.2) In dem-
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1) Es fehlt an Werken, welche ähnlich wie die numismatischen Kataloge das auf diesem Felde Erhaltene zusammenstellen. In betreff der Gewichte hat R. Schillbach in seiner Untersuchung De ponderibus aliquot Graecis et Romanis (Annali dell' Instit. archeol. 1865 p. 160 ff.) den Weg gezeigt, wie solche Über- sichten anzulegen sind. Nur würde noch eine Rubrik hinzuzufügen sein, in wel- cher bei jedem einzelnen Monument das für die Haupteinheit (Mine, Pfund u. s. w.) sich ergebende Gewicht aufgeführt wird.
2) Es ist hier nicht der Ort, die umfangreiche hierher gehörige Litteratur aufzuführen. Das Nötige wird im einzelnen bei der Behandlung des attischen und römischen Münzwesens angegeben werden. Im übrigen ist auf das Quellen- verzeichnis bei Mommsen Geschichte d. römischen Münzw. S. XXI ff. (Traduction Blacas I p. CXIII ff.) zu verweisen.
Friedrich Hultsch: Griechische und römische Metrologie. Weidmannsche Buchhandlung, Berlin 1882, Seite 5. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hultsch_-_Griechische_und_r%C3%B6mische_metrologie,_1882.djvu/27&oldid=- (Version vom 7.1.2025)