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| Hermann Anthes, Deutsches Erzieherinnenheim zu Paris: Fünfzehnter Jahresbericht des deutschen Erzieherinnenheims zu Paris 1899-1900 | |
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Schiller giebt dem Erbprinzen von Weimar für seine Reise nach Paris im Jahre 1802 mit folgenden Worten das Geleit: „Daß Dich der vaterländsche Geist begleite, – wenn Dich das schwanke Brett hinüberträgt – auf jene linke Seite, – wo deutsche Treu vergeht.“ – Daß jedoch diese deutsche Treue vor keiner Landesgrenze Halt macht, sondern den Kindern unseres Volkes nachgeht in die Ferne, dafür zeugt auch das deutsche Heim in Paris, wo deutsche Traulichkeit und deutsches Gemüt, gepaart mit deutscher Frömmigkeit und Zucht, eine heimatliche Stätte gegründet haben in der Fremde. Alle, die unter seinem gastlichen Dache Zuflucht suchen, verlieren das Gefühl des Fremdseins und fühlen sich dort ganz als Deutsche unter Deutschen, weht ihnen doch allenthalben Heimatluft entgegen, sei es im alltäglichen Verlauf des Lebens mit seinem deutschen Zuschnitt, sei es zu Weihnachten, wo unter dem Tannenbaum das von Kindheit an gesungene: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, erschallt, sei es morgens und abends, wo eine gemeinsame Andacht die Anwesenden zu einer großen Familie zusammenschließt, oder in den Bibelstunden, welche stiftungsgemäß einmal wöchentlich
Hermann Anthes, Deutsches Erzieherinnenheim zu Paris: Fünfzehnter Jahresbericht des deutschen Erzieherinnenheims zu Paris 1899-1900. , Strassburg 1900, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Jahresbericht_des_deutschen_Erzieherinnenheims_zu_Paris_1899-1900.pdf/3&oldid=- (Version vom 8.7.2025)