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hat. Es hat also im Durchschnitt der Aufenthalt der einzelnen kürzer gewährt und doch wurden über 60 Stellen mehr vermittelt. Das Bewußtsein, daß der Verbleib im Heim auf eine bestimmte Zeit fest beschränkt ist, läßt manches Mädchen – gewiß zu ihrem eigenen Segen – in ihrem Geschmack nicht mehr so wählerisch sein.

Die finanzielle Lage des Heimes hat sich im verflossenen Jahre nicht wesentlich besser gestaltet. Immerhin sind wir dankbar, daß es uns trotz zurückgegangener Einnahmen, denen allerdings auch die entsprechenden Ersparnisse im Haushalt gegenüber stehen, möglich war unseren Vorschuß auf den Reservefonds um die Hälfte zu verringern. Dabei kamen uns vor allen Dingen die gütige Gabe seitens eines hohen Magistrates der Haupt- und Residenzstadt Berlin mit 1000 ℳ. und die Spenden der Gustav- Adolf-Stifung zu statten. Mit unserem aufrichtigen Dank für diese freundlichen Zuwendungen verbinden wir die inständige Bitte um Weiterbewilligung derselben, damit wir unser Budget wieder ganz auf die Höhe früherer Jahre bringen können. –

Der hohen Protektorin unseres Hauses, Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich, bezeugen wir auch am Ende dieses Berichtsjahres unsere Ehrfurcht.

Unserer hochverehrten Ehrenpräsidentin des Komitees, Gräfin Marie zu Münster, gedenken wir diesmal trauernden Herzens. Gott der Allmächtige hat sie im Oktober vorigen Jahres aus diesem Leben abgerufen. Seit Beginn unseres Werkes hat sie an der Spitze desselben gestanden, demselben stets ihr lebhaftes Interesse zugewendet und, wo es nötig war, selbst mit Rat und That eingegriffen. Jedes Jahr haben wir ihr deshalb an dieser Stelle unseren aufrichtigsten Dank bezeugen dürfen, er soll lebendig bleiben unter uns allezeit.

Neu eingetreten in unser Komitee sind die Herren: Consul v. Jecklin und A. Blattmann. Die Stelle von Pastor Streng, der einem Rufe an die deutsche Gemeinde in Lyon Folge leistete, hat sein Nachfolger, Pastor Dr. F. Klattenhoff, eingenommen.

Herr Dr. Bigneraut hat uns durch äußerst entgegenkommende