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aufgeben. Es war für ihn in der That Hilfe in der Not, als er 1834 in Freiberg eine Anstellung als Zeichenlehrer fand, und zwar unterrichtete er nach und nach sowohl an der Knabenbürgerschule, als auch am Gymnasium (1849–1874), am Seminar (1852–1856) und am Realgymnasium (1872–1879). Nach 1879 widmete er sich nur den städtischen Bürgerschulen. Außer seinen Unterrichtsstunden war er noch vielfach in seiner Kunst thätig. Eine große Zahl seiner Zeichnungen und Bilder sind in Freiberg teils in Privatbesitz, teils in den Sammlungen des Freiberger Altertumsvereins. 1884 feierte Müller unter großer Teilnahme seiner Schüler und Freunde sein goldenes Amtsjubiläum. Über diese Feier ist ein besonders gedruckter Bericht erschienen. Mit seinem Jubeltage trat er, ausgezeichnet durch die Verleihung des Albrechtskreuzes, in den Ruhestand. Schon das Jahr darnach am 30. December 1885 starb er.

Johann Friedrich Nagel,[1] geb. 1765 zu Waldheim – der Vater war Rechnungsführer bei dem Zucht- und Armenhause daselbst –, war auf der Dresdner Akademie ein Schüler des Professors Theile gewesen und kam 1793 als Landschaftsmaler an die Manufaktur. Seine Landschaften, von denen er 1785 und 1787 in Dresden einige ausstellte, sind außerordentlich zart in Wasserfarben gemalt, nach dem Geschmacke der Zeit bis in die kleinsten Einzelheiten genau und sorgfältig. Der Verein für Meißner Geschichte besitzt von ihm zwei Bilder „Gegend an den Fischerhäusern bei Meißen“ und „Übergang der Kosaken über die Elbe 1813“. Herr Kaufmann Burckhardt hier hat gleichfalls ein schönes Bild von ihm „Das französische Lager 1813 auf dem Plossen“, und Herr Buchdruckereibesitzer Klinkicht den „Marktplatz von Meißen“. Noch andere finden sich in der Manufaktur. Nagel starb am 3. Mai 1825.

Christian Gottlob Naumann,[2] geb. den 31. Januar 1783 in Meißen, besuchte die Dresdner Akademie, kam 1802 als Landschaftsmaler an die Manufaktur und starb als Pensionär derselben am 30. Juni 1868.

Hans Kaspar Neidinger,[3] Maler in Meißen, starb am 4. Juni 1632.


  1. Trauregister der Stadtkirche 1797. S. 246. Mannschaftsbuch der Königl. Manufaktur 1744/95. Etat derselben 1812. Fol 35. Hasche, Magazin 2, 287. 4, 245. Füßli, Künstlerlexikon 2, 946. Nagler, Künstlerlexikon 10, 102. Totenbuch z. g. J.
  2. Mannschaftsbuch der Königl. Manufaktur 1834/63.
  3. Totenbuch der Stadtkirche 1632 nr. 121. Vgl. auch die Taufregister 1622. 12. Januar. 1626. 7. Mai.
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Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler. C. E. Klinkicht & Sohn, Meißen 1888, Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Lebensl%C3%A4ufe_Meissner_K%C3%BCnstler.pdf/76&oldid=- (Version vom 10.2.2025)