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Die Hörner Elflands, leise singend! Horch! durch die finstern Schluchten zieht es schallend,
Blas, Horn – antwortet, Echos, hallend, hallend!
O Lieb, der Klang verzittert bang,
Dem letzten Ton bald magst du lauschen.
15
Wie tönend Erz, von Herz zu Herz Zieht ewig unsrer Liebe Rauschen.
Blas Hifthorn, blas, im Wiederhall erschallend –
Antwortet, Echos, leis verhallend, hallend!
6.
Todt sie ihren Krieger sah,
Jammernd sank sie nicht aufs Knie –
Alle Zofen sagten da:
„Weint sie nicht, so stirbt auch sie.“
5
Priesen dann sein Thun vereint,Nannten ihn der Liebe werth,
Treusten Freund und edlen Feind –
Starr doch blieb sie abgekehrt.
Schlich ein Mädchen sacht zum Ort,
10
Wo der todte Krieger lag,Hob das Tuch vom Antlitz fort –
Sie doch weinte nicht, noch sprach.
Empfohlene Zitierweise:
Adolf Strodtmann: Lieder- und Balladenbuch amerikanischer und englischer Dichter der Gegenwart. Hoffmann & Campe, Hamburg 1862, Seite 177. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Lieder_und_Balladenbuch-Strodtmann-1862.djvu/191&oldid=- (Version vom 1.8.2018)
Adolf Strodtmann: Lieder- und Balladenbuch amerikanischer und englischer Dichter der Gegenwart. Hoffmann & Campe, Hamburg 1862, Seite 177. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Lieder_und_Balladenbuch-Strodtmann-1862.djvu/191&oldid=- (Version vom 1.8.2018)