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In diesem jetzt so stillen Saale war es, wo einst jene monarchischen Aerndtefeste gefeiert wurden, deren Programm der „grand monarque“ der Franzosen in seinem Versailles für die europäischen Könige schrieb. Es war in jenen goldnen Tagen der Herrschaft, wo Land und Gut des Volks überall noch als Landgut des Fürsten galten, wo auch Dänemark die schweren Garben seines Fleißes, sein Glück und seinen Ruhm als duftendes Heu unersättlicher Verschwendung zu Hofe fahren mußte. Da war Jubel in diesen Hallen, und Freude und Lust dreheten sich in einem Kreise ohne Ende. Diese bleichen Wände, wie würden sie erröthen, wenn sie die Szenen der Unterwürfigkeit und kriechender Schmeichelei wieder erzählen sollten, von denen sie Zeuge waren. So Etwas kömmt hier nie wieder. Wenn auch das Volk noch gezäumt seinem Reiter folgt: – die Sporen küßt es doch nicht mehr, die ihm wehe thun; und wenn auch der Knecht den Menschen noch an der Hand fest hält, man schämt sich doch nicht mehr, ein Mensch zu seyn.

Stilles, schweigsames Friedrichsburg – Lustschloß ohne Lust! – mit Schadenfreude sehe ich die zerrissenen Tapeten, wie Trauerflor um die alte Zeit, von deinen Wänden hängen und höre die Raben um deine Thürme ihr Sterbelied krächzen. Wenn sie begraben seyn wird, ganz begraben; – dann wird auch zu dir neues Leben wieder kommen: statt der Lust des Hofes wird die Arbeit des Bürgers einkehren, und was jene verzehrt hat, wird diese wieder erwerben. Der Anstoß ist gegeben; die Metamorphose geht überall still und willig vor sich, und in Dänemark wird man ihr eben so wenig entgehen, als anderwärts.