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den Burgen oder Gütern nannten, welche ihnen gehörten. Die Zollern spielten am kaiserlichen Hofe, im Rathe, oder im Feldlager häufig bedeutende Rollen, und dem Geschlecht erwuchs dadurch von dem Reichsoberhaupte manche außerordentliche Gunst, die ihm die Bahn zu größerer Macht brach. Gegen das Ende des 12ten Jahrhunderts wurde einem Zollern vom Kaiser die Reichsveste zu Nürnberg verliehen, und im Jahre 1200 damit die erbliche Würde eines Burggrafen verknüpft. Von dieser Zeit an theilte sich der Zollern’sche Stamm in zwei Hauptäste, den fränkischen, welcher fortan auf der Reichsburg Nürnberg seinen Sitz hatte, und den schwäbischen, der das Stammschloß mit seinen Gütern behielt. Dem fränkischen Hause ward 1273 die reichsfürstliche Würde verliehen und der zehnte Burggraf, Friedrich VI., hatte das Glück, die Statthalterschaft der Mark Brandenburg vom Kaiser zu erlangen, an welches folgenschwere Ereigniß sich die weiteren, glänzenden Fortschritte des Hauses gereiht haben. Das Burggrafenthum selbst wurde, mit des Kaisers Bewilligung, an Nürnberg veräußert und die Residenz nach Berlin verlegt. Schon 6 Jahre später kam die Mark mit der Kurwürde in seinen erblichen Besitz, und jeder der Nachfolger erweiterte Macht und Land, bis Preußens Königskrone das Zollern’sche Wappenschild schmückte, und Friedrich der Große es mit einem Glanz umgab, der ein ganzes Zeitalter verherrlicht hat.

Auch das schwäbische Haus der Zollern mehrte allmählich seine Besitzungen, theils durch die Gunst der Kaiser, theils durch Heirath und Kauf, und obschon um 1600 in die beiden Linien Hechingen und Siegmaringen gespalten, wurden die Grafen bei dem Einsturz des Reichs, auf Preußens Fürsprache, als souveraine Fürsten in den Rheinbund aufgenommen, während so viele andere reichsfürstlichen Geschlechter Süddeutschlands sich der Mediatisirung unterwerfen mußten. Was jene Linien damals erworben, behielten sie auch nach der Auflösung des Rheinbunds bei der Neuorganisation Deutschlands; sie bekamen am Bundestag Sitz und Stimme.


Die Zeichnung der Burg ist nach der Skizze eines Touristen geschehen und hat der Künstler sich dabei einige Freiheiten erlaubt, welche die Treue schmälern dürften. Als ich den Umstand bemerkte, war es zu spät, ihn zu verbessern. –


Und so scheide ich von der Wiege des mächtigsten Königsgeschlechts in meinem Vaterlande. Von dieser Ruine schlingt sich die lange Schicksalskette mit wunderbar zusammengefügten Gliedern hinan zu dem Throne,