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jährlich gehoben; über 1100 Schiffe haben im vorigen Jahre den Hafen besucht. Nirgends sonst in ganz Spanien begegnet dem Auge eine solche Rührigkeit, ein so fleißiges Leben. Von allen Seiten erschallt das Getöse der Hämmer, das Rauschen der Webstühle, das Stöhnen der Dampfmaschinen; Männer, Weiber und Kinder sieht man zu Hunderten im Freien mit ihren Rädern und Spindeln Fäden drehen, oder emsig die Nadel führen, um die rohen Stoffe zu Geweben vorzubereiten, oder diese durch Stickerei zu veredeln. An Sonn- und Feiertagen aber, wenn Gesang und Glockengeläute aus den Tempeln schallt, ruhen alle Hände – und des Nachmittags strömen die Schaaren der fleißigen Bürger mit ihren Familien hinaus nach Grazia oder Serria unter die Zelte und Platanen. Der Barcelonese ist nüchtern, mäßig in jedem Genuß. Tiefe Religiosität ist ein Grundzug seines Charakters, und von Natur beherrscht ihn nur eine große Leidenschaft – die Liebe zur Freiheit. Für sie hat er nie ein Opfer zu groß gefunden.




DXIII. Ein Karavanserai in Skutari.




Wir haben Skutari, die auf der asiatischen Seite dem Serail gegenüber liegende Vorstadt von Constantinopel, schon an einer frühern Stelle dieses Bandes (S. 71) beschrieben. Die vorliegende malerische Ansicht zeigt uns die mit Karavanserais und bedeckten Buden besetzte Uferstraße, an deren Kayen den Küstenfahrern die Ankerplätze angewiesen sind. Hier, wo zwei Welttheile ihre Produkte gegen einander austauschen, schafft der Handelsgeist immer Szenen voller Leben und Mannichfaltigkeit.