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Es ist in unserer Zeit des Schilderns viel über schweizerische Zustände und an reichlichem Auftrag der Schattenfarben ist selten ein Mangel. Macht doch Mancher gar ein Nachtstück daraus und staffirt es dazu mit Höllen-Breughel-Fratzen, daß Einem wehe wird. Ich meines Theils denke, in einem Volke, wo Glauben und Wissen der Freiheit so in Bein und Fleisch hinein gewachsen sind und wo der Freiheitstrieb sich so consequent entwickelt hat, als im Schweizervolke, ist das Wieder-Zurechtfinden eine unerläßliche Folge von jedem Absprung. Auch der junge Rhein, nachdem er sich auf Feldern und Wiesen getummelt hat, wenn ihn das Kraftgefühl sticht, findet jedes Mal sein Bett wieder. Parteiungen und Streit ist die nothwendige Folge jeder Freiheitsübung. Reiben müssen sich Stein und Stahl, daß der Funke herausbreche, die Mutter des wärmenden und erhellenden Feuers – und wehe Euch Schweizern um Eurer Freiheit, wenn Ruhe und Stille einziehen in Euer öffentliches Leben und die Nachbarn sagen: – „Ihr seyd glücklich.“