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gedeiht am sonnigen Gemäuer,) geben dem Pausilipp einen Reiz, der selbst in diesen paradiesischen Gegenden hervortritt und Anerkennung findet. Darum kein Wunder, daß die Anmuth des Orts die für das Schöne empfänglichen Alten bezauberte und die Großen der weltbeherrschenden Siebenhügelstadt in den Tagen ihres Glanzes mit einander wetteiferten, sich hier ein „Sorgenfrei“ zu erbauen und den Pausilipp mit Anlagen und Villen zu schmücken.




CCCCLXXXI. Bangor in Wales; die Schieferbrüche; Conway-Castle.




Auch die britische Erde hat ihre Eden. Wales namentlich schließt Landschaften ein, von deren großen und reichen Natur kein Pinsel, kein Grabstichel und keine Feder ein genügendes Bild gibt. Das Thal von Gangollen z. B. ist, nach dem Urtheil der Reisenden, eine Gegend, die alle Schönheiten der Rheinländer weit übertrifft. Nicht minder berühmt sind die Landschaften des Walliser Hochlandes. Das Gebirge von Wales ist das höchste der Insel, dem Riesengebirge an Umfang und Höhe etwa gleich; doch grandioser, als dieses. Viel zahlreicher sind seine Spitzen und Kegel, viel mannigfaltiger seine Formen, viel malerischer seine Gruppirungen. Hohe Kultur und wilde Natur berühren sich hier gleichsam und bieten die seltsamsten Kontraste dar. Während in den Thälern rühriger Gewerbfleiß wohnt und ihre dichte Bevölkerung jede Handbreit Land sorgfältig anbaut, während die Schlöte der Dampfmaschinen aus jedem Bergwinkel gucken, ist die obere Bergwelt so öde und still wie die in Norwegen, und der Adler horstet dort so friedlich als auf den höchsten Alpen.

Reizendere Partien noch als Thäler und Berge haben die Gestade. Meist steil und schroff steigen die Küsten von Wales in das Meer hinab. Bald halten sie glatte Felswände dem Wogendrang wie einen Schild entgegen; halb hat die Fluth ihre Mauern niedergestürzt und groteske Felsgestalten bedecken, als Trümmer, den Rand des Oceans, oder ragen aus den Wogen. Viele der Uferstädte sind von Bildern dieser Art umgeben; – so auch Bangor. Eingekeilt liegt die gewerbfleißige Stadt zwischen den Bergen und dem Meere auf engem