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Schandpfahl: so sind auch die Anstalten zur schnödesten Volksberaubung dem Untergang geweiht, und sie können, was auch zu ihrer Erhaltung noch geschehen mag, ihrem Verderben nimmer entrinnen. Es wanken die stolzen Prachtgebäude des Verbrechens überall, und auch die Stützen des Diebsbaues, den wir vor Augen haben, sind zum Brechen morsch, auch diese Anstalt wird in ihrem verpestenden Elemente untergehen und mit sich in den Grund reißen, was sich an sie anklammert und sie aufrecht zu erhalten sich bestrebt hat. Es bleibt vom ganzen Bau nur eine Säule übrig, – die Schandsäule, die hoch emporragt.

Von Homburg, als Badeort, ist wenig mehr zu sagen, als daß es durch die lobpreisenden Ankündigungen und Einladungen in allen europäischen Zeitungen das ihm gebührende Verdienst zehnfach vergrößert. Aber selbst wenn jede solcher Phrasen doppelte Wahrheit wäre, so können sie uns den Gedanken nicht aus dem Kopfe bannen, daß wir nimmermehr Heilung für den Leib da suchen würden, wo die Verwüstung der Seelen der einträglichste Theil des gesammten Geschäfts ist. Erst dann, wenn die Heilgöttin Homburgs nicht mehr am Arme des Spielteufels wandelt wie eine schlechte Dirne, – erst dann wird sie zu Ehren und Achtung kommen, und auch dann erst wird die Stadt in ihren Quellen nicht blos eine ehrlichere, sondern auch eine reichere Nahrung finden, als die schmutzigen Brosamen sind, die ihr bisher von den grünen Tischen zufielen.




DXXXVII. Die Franzensveste in Tyrol.




Die hohlen, tönenden Worte der Eitelkeit und Schmeichelei – wie oft reißt sie die Geschichte stammelnd auseinander! Auch Deutschland hat solcher Namen die Menge, neue wie alte. Es hat Heilige Allianz-Citadellen, Nikolaus-Forts, Kongreß-Basteien, und seit einem Jahrtausend plaudert es der Schuljugend vor von einem deutschen Meere, auf dem alle Flaggen zu finden und geschützt sind, nur die deutsche nicht. Oder ist es eine Fabel, daß von der deutschen Nation selbst, von ihrem Daseyn, bis vor 6 Wochen der deutsche Bundestag nichts gewußt hat? Daß ein Kaiser von Oesterreich den Schatten eines Königs von Jerusalem hinter sich herschleift zum Gelächter der ganzen Welt und bis auf den heutigen Tag den Fürsten von Sachsen das Gespenst eines „Herzogs von Engern und Westphalen“ nachläuft? In solchen Dingen könnten wir an den Franzosen ein Beispiel nehmen. Haben Zeit und Geschichte einen Namen oder Titel zum Gespött gemacht, so streichen sie ihn weg ohne Weiteres und machen einen passenden daraus. Wie viele Orleansville’s sind in den letzten Februartagen von den französischen Karten geschwunden und wie viele Royal-Namen von den Straßenecken und Palastpforten,