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Aus diesem Bergkessel führt eine tiefe Schlucht gegen die Cima d’Asta, den höchsten Alpengipfel der Gegend (fast 9000 Fuß über der Meeresfläche), dessen Besteigung zu den belohnendsten Ausflügen des südlichen Tyrol’s gehört. Man nimmt Führer in Strigno und macht die Tour in 2 Lagen durch wenig bekannte Alpenpartien voller Wasserfälle, Staubbäche und Gletscher. In einer Höhe von 6000 Fuß breitet ein See seine Gewässer aus, die im höchsten Sommer oft noch mit einer Eisdecke belegt sind und manche Jahre gar nicht aufthauen. Unmittelbar darüber thront die braune Fürstin des Gebirgs, die Asta, in ernster Majestät. Von ihrem Gipfel ist die Aussicht unbeschreiblich groß. Im Vorgrund sieht man auf das Alpenchaos mit seinen zerrissenen Zinken, Thürmen und Nadeln: und weiterhin thut sich die ganze Lombardei auf. Offen liegt sie wie ein aufgeschlagenes Buch, bedeckt mit unzähligen Ortschaften wie mit Buchstaben und jeder Buchstabe ist leserlich und kenntlich.




DXXXXII. Teheran in Persien.




Persien! – dein Name führt mich in der Zeiten Anfang, an die Pforte der Geschichte. Dort ist Iran, welches die Geheimnisse unsers Ursprungs bewahrt; dort blühete, nach der Sage, der Garten, den die Stammältern des Geschlechts bewohnten; dort welkte und dorrte der Baum des ersten Verbots; dort wurde im Brudermord der Krieg geboren; dort lallte die Sprache in den ersten Tönen der menschlichen Stimme; dort wurden die ersten Künste gelehrt von des Lebens Nothdurft, und dort trieb der Menschengeist die ersten Keime zu der Wunderblume des menschlichen Wissens, die jetzt, nach vielen Jahrtausenden, ihre Blätterpracht entfaltet; dort kämpfte das junge Geschlecht seine Titanenkämpfe mit dem Himmel, und dort führte der erste seiner Kriege mit den Elementen es an den Rand