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herab, und nicht wenige solcher Leute sind es auch, welche in den Bädern mit dem Volksgut die Lüge des Reichthums durchführen, während der fleißige Bürger für sie arbeiten, darben und steuern muß. Die Sitte des Orients behagte der Aristokratie, und mit Ingrimm blickt sie nach der andern Seite der Welt, wo das Volk seine Sonne leuchten sieht: die Sonne der geachteten Menschenwürde und der Freiheit.

So ist’s. Alle Feinde der Volksfreiheit blicken hoffnungsvoll nach Osten; dort winkt ihr Heil. Die Macht, die es dort wahrt und wieder in die Länder der europäischen Mitte bringen soll, ist längst gewählt, auf ihrer Fahne steht: „Absolutismus um jeden Preis.“ – Das Volk und alle Freunde der Freiheit blicken nach Westen; dort winkt die blaue Fahne mit den silbernen Sternen, und hell strahlt ihre Inschrift über den Ocean: „Freiheit und Gleichheit!“

Und warum steht jene Fahne so hoch und fest? – Weil ein Volk sie hält, daß seit dreien Generationen das Glück ächter, reiner demokratischer Jugend- und Volksbildung genießt. Dort heischt die Lebensregel: „Lerne, so viel du kannst, du brauchst es!“ der Schulbefehl in den meisten europäischen Staaten aber lautet: „Lerne, was du sollst, nicht was dir und der Welt nützt.“ Dort – freie Bewegung aller Kräfte des Geistes und Körpers –hier ängstliches, lauerndes Prüfen und Zügeln, Hemmen und Schieben nach besonderen Regierungsplänen; – dort der Blick des Lehrenden und des Lernenden auf einen ehrwürdigen, großartigen Staatsbau hingerichtet, – hier die Staatsmaschine den Blicken der wißbegierigen Jugend möglichst verhängt, bei strenger Strafe über die „Unberufenen,“ welche an dem Vorhang ziehen ; – dort Lehre und Leben Hand in Hand; – hier Schule und Praxis, Lehre und Bedürfniß in ewigem Hader; – dort eine Volksgeschichte, groß in der Vergangenheit und groß in der Gegenwart, – hier eine von diplomatischem Lug und Trug und dynastischem Eroberungsgelüste gemachte Geschichte, in welcher man die Nationen wie Heerden, von einer Schlachtbank zur andern, getrieben sieht, um in den friedlichen Zwischenakten geschoren, ausgesogen, gequält und mit leeren Versprechen und Zusagen gehöhnt und getäuscht zu werden: – eine elende und schmachvolle Vergangenheit und keine genießbare Gegenwart, denn alles Heil für uns liegt ja im Hoffen auf den folgenden Tag.

Gottlob, die Völker sind endlich erwacht. Wanken sie auch, noch halbträumend, unsicheren Schrittes ihrer so spät angebrochenen Zeit entgegen, ihre Hoffnungen können nicht mehr zu Schanden werden, ihre Augen, jetzt noch von der langen Nacht getrübt, sie werden strahlen im Lichte der Sonne, die im Westen leuchtet und von dorther aufgegangen ist über alle Völker Europa’s.

Jene Aristokratie aber, der Wurm, welcher seit so vielen Jahrhunderten am Marke der Völker nagt und ihr Leben zu einem dauernden Siechthum verkehrt, aus welchem Glück, Freudigkeit und Wohlbehagen verbannt ist, sie stirbt unter dem Odem der Zeit dahin, und auch in Deutschland ist ein dauernder Bestand für sie nicht mehr