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herausschaut, zwischen welchen da und dort ein schloßartiger Landsitz oder eine prunkende Villa sich hervorhebt. Die Stadt selbst hat sich zur Sommer-Residenz des begehrlichsten Reichthums und des Adels anständig eingerichtet; eine Menge palastähnlicher Gebäude schmücken die Straßen und Plätze. –

Der Ruhm der badener Heilquellen ging schon durch die römische Welt. Septimius Severus, Caracalla, Heliogabel hatten Wohnungen bei den Thermen, und der glänzende Hof der Imperatoren trug vor 1600 Jahren in Baden ein vielleicht noch üppigeres Leben zur Schau, als die Gegenwart. Noch geben eine Menge Trümmer und Merkmale von der Anwesenheit der alten Weltbeherrscher Kunde: – Thermenreste, Mosaiken, Inschriften auf Meilenzeigern und Grabsteinen, Gefäße und Münzen.

Die Quellen, welche aus dem Gneis der Terrasse des sogenannten Schneckengartens hervorsprudeln, sind in ihrer Zusammensetzung und ihren Wirkungen den wiesbadener Thermen ähnlich. Sie gehören zur Klasse der muriatischen und ihre Heilkraft äußert sich vorzugsweise in den Krankheiten des Lymph- und Drüsensystems, bei Skropheln, hartnäckigen Rheumatismen, Lähmungen und in den Leiden, welche aus der Schwäche der Verdauungsorgane entspringen. Man braucht den Brunnen als Bad in allen Formen, am häufigsten als Douche. Ein frisches, kräftigendes Stahlwasser, das in der Nähe quillt, unterstützt den Gebrauch der Thermen und öfters mit großen Erfolgen.

Die Saison beginnt im Mai, ihre Glanzzeit füllt den Juli aus, und in den ersten Septembertagen veröden Salons und Promenaden. Doch bleiben immer kleine Winterkolonen zurück, meistens englische Familien, die, von der herrlichen Gegend gefesselt, nicht selten für mehre Jahre sich hier niederlassen.