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liegt darin, daß der Unrath aller Art, welchen die Dorfbewohner aus ihren Fenstern werfen, nach und nach das Innere des Tempels ganz anfüllt, so daß jetzt die prächtigen Säle nur noch als Souterrains erscheinen und von den kolossalen Säulen blos die Kapitäler noch aus dem Schutt hervorragen. Ein kleinerer Tempel des Typhon erhebt sich neben den Ueberresten des großen.

Das Bild zeigt uns den am reichsten mit Skulpturen ausgeschmückten Haupteingang des großen Tempels. Welche Thaten durch diese wunderbaren und wunderlichen Bildwerke verewigt werden sollten? Wir wissen es nicht. Hat die Wahrheit sich dieser Riesenschriftzüge bedient, um ihre Freunde und deren Werke zu preisen? Wir glauben es nicht. Es ist nicht ihre Art, sich mit so betäubenden Massen und Gepränge in das Licht der Sonne zu stellen. Hat die Macht des Glaubens sie aufgebaut? Schwerlich diese Macht allein: die Trümmer selbst deuten verrätherisch auf noch andere Mächte. Die Macht der Tyrannei, Eitelkeit und Schmeichelei scheint hier Menschenwogen zusammengeschleudert zu haben, um für das Andenken der Götter der Erde unverwüstliche Säulen zu gründen. Von ihrer Größe und Herrlichkeit sollten jene Bilder und Zeichen allen kommenden Geschlechtern predigen und, hochaufgerichtet von dem Stolz dieses Gedankens, stiegen jene alten Könige über die niedergedrückten Häupter von Millionen hinab in die prangende Gruft. Dort lag ihr Staub. Die Zeit hat ihn verweht. Aber auch ihre letzte Hoffnung ist mit ihrem Geschlechte zu Grabe gegangen: die Zeichen und Bilder hörten auf, ihre Größe und Herrlichkeiten zu predigen, und wo sie noch aufrecht stehen, sind sie, was sie sind: Prediger in der Wüste: ihre Worte haben keinen Laut für die Ohren der Gegenwart und fänden, wenn der Gelehrten Witz auch den Laut wieder zu beleben wüßte, kein Ohr mehr, das ihnen lauschen möchte. Die den Fürsten angelogene Größe hat hier ein stummes Grab und wird es behalten: und die Zeit wird kommen, wo alle solche Lügen verstummen und sie verschwinden werden aus den Büchern der Weltgeschichte, die sie besudeln.