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dürfe nichts am Bestande im Kirchengute ändern: und der König mußte dies anerkennen. Daher hat die englische Kirche das reiche Erbe behalten und die protestantischen Bischöfe und Erzbischöfe sitzen dort in ihren Palästen und verzehren fürstliche Einkünfte noch ganz so, wie vor 300 Jahren die katholischen.

Das Bild zeigt euch einen solchen Bischofssitz in Altengland von außen, und darnach könnt ihr die Pracht und Herrlichkeit und das Leben im Innern schon denken.

Auckland ist die Wohnung des Bischofs von Durham, welcher die schwere Aufgabe hat, jährlich 160,000 Gulden einzunehmen. Kein Wunder, daß es im Hause aussieht, wie im Feenschloß des Ammenmährchens, und ein anstoßender meilenlanger Park mit Berg und Thal, mit See und Wald, mit Lusthäusern, Meiereien und unzähligem Wild jeder Art macht das Paradies fertig, von dem mein englischer Beschreiber sagt: Zu schwach ist das Wort und zu ohnmächtig der Griffel, um eine richtige Vorstellung zu geben von Aucklands Herrlichkeit. –

Aber das verschlägt uns gar nichts, daß wir dergleichen Herrlichkeiten nicht auch bei uns haben und daß die protestantische Kirche in Deutschland sich hat prellen lassen. Für’s Volk ist’s Alles Eins: ob’s die Fürsten haben, oder die Pfaffen. Dem Volke bleibt doch nur das Maulwischen.




DLVII. Ajaccio.




Unter den Städten der Welt glänzet das kleine Ajaccio 
Ueberaus herrlich, denn sein ist ja die Wiege des Ruhms.
     

Es gibt Namen, die man nur aussprechen darf, um einen ganzen Zeitraum der Weltgeschichte aufzurollen. Ein solcher Name bist du, Ajaccio, Wiege der Napoleoniden, jenes Geschlechts, dessen Gründer es gegeben war, den Fuß zu stellen auf den Nacken der Völker, Könige an seinen Triumphwagen zu spannen, stolze, uralte Herrscherfamilien sich dienstbar zu machen, oder sie aus ihren Reichen zu vertreiben und ihre Stühle mit seinen Angehörigen zu besetzen; Ajaccio! Wiege des Mannes, welcher, mächtiger als Alexander und gewaltiger als Cäsar, drei Lustren hindurch die Geschicke eines Welttheils steuerte und jedes Blatt der Geschichte desselben mit seiner Chiffer beschrieb. Doch nicht bloß den Ruhm, Ajaccio! auch die ewige Gerechtigkeit machst du uns gegenwärtig. Wer dich ansieht, sieht den Arm Dessen, vor dem kein Unrecht dauernd besteht, gleichviel, ob es eine Krone trage oder eine