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Bauernkappe, ob es sich in Purpurmantel oder in Bettlerlumpen kleide. Wo sind sie hin, deine Kaiser und Könige? Wo ist der Eroberer, dessen Glorie das Jahrhundert erfüllt, dessen Genie der Gesetzgebung neue Bahnen anwies, der die Kriegskunst umgestaltete, der Gebirge ebnete und Häfen grub? der Tyrann, welcher die Schädelpyramiden gebaut hat am Ebro und an der Beresina; der in seiner Machtvollkommenheit die Nationen zusammenknebelte und zur Schlachtbank führte; auf dessen Drohung Reiche zusammenbrachen, auf dessen Wink Staaten verschwanden? Wo ist er hin? Von dem gerechten Gott herabgeworfen von seiner Höhe, starb er angeschmiedet an den einsamsten Fels des Weltmeers, und sein Geschlecht, diese Raçe von Königen, es ist zerstoben in alle Winde und als wäre der Fluch Israels über sie gekommen, sind sie zerstreut in alle Welttheile. Ihr Stolz ist gedemüthigt, ihr Hochmuth erniedrigt; ihre pochende, strotzende Macht gebrochen; ihr wahrer Menschenwerth an den Tag gezogen, und erst nach Hinnahme der Erniedrigung erlangten sie Ehre und Achtung wieder in dem Stande, von dem das Geschlecht ausgegangen war und in Wirkungskreisen, auf welche sie als Throninhaber geringschätzend herabgesehen hatten. Der Eine baute Städte und Eisenbahnen als amerikanischer Bürger; der Andere gründete Hochschulen im fernen Lande der Freiheit; der Dritte grub Schätze der alten Kunst in Italien; der Vierte baute seinen Kohl mit eigner Hand; der Fünfte, Derjenige, welcher Kronen ausgeschlagen, machte sich als Mann der Wissenschaft einen gefeierten Namen: und das junge Geschlecht wirkt fort in nützlicher, bürgerlicher Thätigkeit. Nur Einer macht eine Ausnahme. Starr ist sein ehrgeiziger Blick auf die Höhe, wo der Name seines Onkels ewig strahlt, gerichtet und der Thor wähnt, Frankreich werde sich durch einen Freibrief auf Schlachtenruhm und Eroberung in das Netz eines Phantasten locken lassen. Er träumt den Kaisertraum! Er wird sich nicht verwirklichen. Frankreich wird den Schatz der Demokratie aus allen Stürmen retten, die ihm noch beschieden seyn mögen, und es wird gewiß nicht dulden, daß sich in seinem Schooße der Eitelste der Napoleoniden über den Bürger erhebe.

Ajaccio ist eine recht freundliche, kleine, lebhafte Hafenstadt der corsischen Westküste. Der blühende Oel- und Weinbau der Gegend und die Sardellenfischerei, welche nirgends mit größerem Vortheil betrieben wird, geben ihr reichlichen Erwerb. Die Stadt ist nicht bloß hübsch gebaut, sondern auch mit den herrlichsten Anlagen und Spaziergängen umgeben – ein Andenken Napoleon’s, der auf die Verschönerung seiner Vaterstadt einige Millionen verwendete und sie mit den Anstalten großstädtischer und wissenschaftlicher Unterhaltung: mit Theater, Konzertsaal, Museum, botanischem Garten und öffentlicher Bibliothek versah. Ajaccio ist befestigt und der schwer zugängliche Hafen macht seine Vertheidigung leicht. – Das Geburtshaus Napoleon’s führt die Inschrift – „Eigenthum der großen Nation“ – und ein besonderer Beamter sorgt für dessen Erhaltung.