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Meere, oder auf die Zinnen der Gebirge, überall finden wir dasselbe herkulische Thun und Treiben, überall die Denkmäler hoher Staatsweisheit und großartigen Waltens. Nicht Vesten sind es, durch welche die Briten Sicherheit für die Herrschaft suchen: – der Waffenplätze hat England wenige in seinem Weltreiche; – nur hier und da ist in tausendmeiligen Fernen in den Meeren oder an den Küsten ein Gibraltar aufgerichtet. – Gute Verwaltung, Eröffnung der Hülfsquellen der ihrer Herrschaft untergeordneten Länder durch Werke des öffentlichen Nutzens, durch Erhebung des Ackerbaus, der Gewerbe und des Handels, das sind die stärkeren Bande, mit denen England so viele Nationen an seine Botmäßigkeit fest zu knüpfen weiß. Gehen wir nach beiden Indien, nach Afrika, nach Nordamerika, nach Australien: wer sind die Schöpfer dieser Landstraßen, dieser Eisenbahnen und Kanäle, dieser prächtigen Häfen, dieser bewundernswürdigen Docks und Aquädukte? Wer errichtete diese Banken, diese Fabriken, diese ungeheuern Etablissements für den Ackerbau? Wer setzte diese Prachtgebäude und Paläste, die Zeichen königlichen Reichthums, in den Schooß der fremden Städte, und wer hat diese opulenten Anstalten für Religion, Kunst und Wissenschaft in fernen Zonen so freigebig gegründet? Britischer Gemeinsinn, britisches Geld und britischer Unternehmungsgeist von britischer Staatsweisheit geleitet. Kaum ist irgendwo auf der Erde dem Weltreich ein neuer Länderzuwachs angefallen, so senden auch die großen und reichen Familien Englands ihre Söhne aus, um ihren zeitlichen Vortheil mit der Ehre des Vaterlandes zu verbinden. Aus den einfachen, anspruchslosen Häusern in der Hauptstadt wandern von Jahr zu Jahr unermeßliche Kapitalien an der Hand der Intelligenz und Großsinnigkeit fort, um die kaum gewonnenen Länder mit Bauten und Anstalten zu schmücken, welche Mit- und Nachwelt erfreuen. Solcher Geist ist’s, der den Ruhm Britanniens gründete, und aus diesem Geiste sind die mächtigen Männer und die hohen Gestalten erwachsen, die, wie die Chatam, Fox, Bridgewater, Canning etc., an die heroischen Zeitalter erinnern.

Während die britische Nation das Erdrund zu ihrer Heimath zu machen strebt und mit unwiderstehlicher Wanderlust in allen Zonen siedelt, bleibt die kleine Insel, die der Stammsitz der großen Genossenschaft ist, ihr doch über alles theuer. Old-England ist ihre Akropolis, in der sie ihre liebsten Schätze bewahrt; Old-England ist die Burg ihrer Freiheit, der Mittelpunkt und das Herz, welches Leben und Wärme in die fernsten Glieder führt. Vorzugsweise in England sind auch jene furchtbaren Rüstkammern für Angriff und Vertheidigung, welche zu der Eifersucht, dem Haß und dem Neid der fremden Nationen die Furcht gesellen und die britische Suprematie vor jedem wirksamen Einspruch des Auslandes schirmen. Man darf nur die Arsenale von Woolwich, Portsmouth, Deptford, Plymouth, Chatam und Cheerneß gesehen haben, um überzeugt zu seyn, daß die Zeit jedenfalls noch fern ist, wo ein äußerer Feind Englands Macht erschüttern könnte.