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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Zwölfter Band | |
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Die uralte Samniterstadt, deren Pracht zur Imperatorenzeit selbst Rom beneidete, ist jetzt ein stiller Ort von. 14,000 Einwohnern. Er gehört, vom neapolitanischen Gebiet umschlossen, zum Kirchenstaat. Hier in diesem heitern Paradiese liegt die Welt noch im magnetischen Schlaf des Glaubens, und ein Erzbischof mit etwa 400 Geistlichen und Mönchen hüten das Eden mit seinen Schläfern als Cherubim.
Benevent hat einige Ueberreste antiker Bauwerke, unter denen ein Triumphbogen von Marmor aus der besten Zeit der römischen Kunst das Wichtigste ist. Trajan errichtete ihn im Jahre 114. Er ist sehr gut erhalten und wird noch als Stadtthor benutzt. Die Bildwerke stellen Ereignisse aus der Regierungszeit des Kaisers dar und sie sind, was den Styl sowohl, wie die Ausführung betrifft, dem Besten gleich, was uns das Alterthum an Werken dieser Art hinterlassen hat.
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Zwölfter Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen, Amsterdam, Philadelphia 1847, Seite 231. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_12._Band_1847.djvu/239&oldid=- (Version vom 13.4.2025)