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wieder herausschlüpfen aus ihren Winkeln, um sich zu wärmen in der alten Sonne und zu Gefolg zu gehen den alten Herren. Auch jene Volksfreunde, welche der Freiheit dienen wie einst die Juden dem Belial, jene Männer des Fortschritts, mit dem man fortkömmt bei Hof und an der Börse, bei Groß und bei Klein, finden sich wieder zurecht im alten System, das auf’s Neue zu Ehren kommt, und die Ministerstühle füllen sich schon wieder mit den Staatsmännern von altem Datum. Ueber eine gründliche Restauration des Staats, in des seligen Haller’s Geiste, wird in manchem Kabinet alles Ernstes berathen. Es könnte ja seyn – heißt es, – daß der Michel noch einmal an einer konstitutionellen Komödie Geschmack fände, an Landständen, die auf nichts ruhen, als auf den Coterien der Hauptstädte, und zu nichts nützen, als um eine durch alle Elemente durchgeführte Despotie zu stützen; es könnte ja seyn, daß er sich, wie ehedem, mit dem Spaß befriedigte, gelegentlich einen mißliebig gewordenen Minister vom Seile zu stürzen, damit ein anderer, wohlgelittener, heraufsteige, um dieselben Sprünge zu machen; es könnte ja geschehen, daß das Gebäude der deutschen Einheit und Majestät, welches man in Frankfurt in die Luft hinausbaut, einfalle wie ein Kartenhaus vor dem Hauche der Gewalt, sobald diese ihre Zeit ersehen, – oder es endige wie der Thurmbau zu Babel; es könnte ja nicht gefährlich seyn, dann, wenn die Werkleute, mitten in der Sprachverwirrung, die schon begonnen hat, aus einander gelaufen sind, die Idee von der deutschen Einheit erst als Narrheit zu verspotten, und nachher, wie man früher gethan, als Hochverrath zu stempeln ; man dürfe es schon wagen – meinen Viele, – das deutsche Parlament, das da tagt „von Aufstands wegen“, wieder gehen zu heißen. Nun ja, es ist Vieles möglich. Metternich empfängt schon wieder in seinen Soireen an der Themse, sein Kanzlersessel wird neu gepolstert, und käme er morgen wieder – er fände alte Freunde am Ministertisch, und Sedlnitzky ist auch schon da, um ihm zu helfen, den Staatswagen wieder in’s alte Gleis zu schieben. Metternich’s Grundsätze sind von vielen Fürsten noch so hoch geehrt, als ehedem, und wenn es auch Leute gäbe, die starr und eigensinnig sich nicht fügen wollten in die Wiederkehr, so sind Windisch-Grätze da, welche die Schwätzer stumm machen „mit Pulver und Blei,“ und Hände genug willig, Narren in Ketten zu legen und zu begraben in Oubliettes, bis sie gelernt haben mit heitern Mienen nichtswürdigere Fesseln zu tragen und Jene zu preisen, welche sie schmiedeten. Die Hoffnungen fliegen hoch, und nicht in Olmütz allein. In gar vielen Schlössern sind – Kamarillen.

Aber blickt auf! Mitten im Taumel des Sieges erblassen die Sieger: sie erbleichen, wie Belsazar einst im Taumel des königlichen Festmahls erbleichte. Was ist ihnen geschehen?

Ein Blitz, der einen Mann niederwarf, hat in’s deutsche Volk geschlagen, und die Kugel, die ihm in’s Herz gefahren, traf die Nation. Sie erhebt sich wie ein verwundeter Leu und wendet sich gegen die Verfolger. Seit den Tagen des Märzes ist nichts geschehen, was sie so gewaltig ergriffen und bewegt hat, als jene That. Was getrennt war, hat sie geeinigt; was gespalten gewesen, das hat sie geschlossen; die Verschiedenheiten der Meinungen