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des Geistes. Gegen sie stemmte sich die positive Gewalt mit aller ihrer Macht. Das gesammte monarchische Europa trat in ein Bündniß zusammen, damit die Gefürchtete nicht in die Außenwelt streife und zum Besitz in derselben gelange. Vorzugsweise ward nun das Schwert der Hirtenstab der Fürsten, die stehenden Heere, die kostbaren Wächter der Throne und ihrer Beamten machten einen permanenten Kriegszustand mitten im Frieden zu einer Nothwendigkeit, und die in Fesseln geschmiedete Presse mußte der in den tiefsten Winkel der Seele verbannten Ueberzeugung jede Aeußerung versagen. So ist es gekommen, daß gerade seitdem der Sieg der Ideen der Freiheit und des Volksrechts entschieden war in der Meinung der europäischen Nationen, die Gewaltherrschaft schroffer als je in den meisten Staaten sich zeigte. – Wie zu einem Rattenkönig so fest und unzertrennlich hatten sich alle Inhaber der Gewalt in einander verschlungen, und in Congressen und in Conferenzen zusammen tretend, regelten sie überall die Einrichtungen zur Erhaltung ihrer Macht, nannten diese Einrichtungen staatliche Ordnung und Ruhe, befestigten sie durch Gesetze und ließen sie durch die Priesterkaste heilig sprechen, oder ihre Unverletzlichkeit verkündigen. Die siegenden Ideen aber – diese wurden in die tiefsten Schächte des Volksgeistes verwiesen, und über ihnen, gleichsam als Todtenmale, bauten die Völkerhirten Kunstwerke der Tyrannei und Capitale der Zwingherrschaft, oder, – und was noch ärger war, als beide, – die Trödelbuden der Treulosigkeit und Arglist in Scheinverfassungen und konstitutionellen Windbeuteleien. Zwanzig lange trübe Jahre gingen also über die europäische Erde hin und in vielen Landern hüllte die Nacht der Despotie, nur zu oft im Bunde mit afterliberalem Volksbetrug, ihre Opfer und ihre Orgien in den schwarzen Mantel. Dichter und immer dichter, fester und immer fester wurde, durch Waffengewalt oder durch Gesetzgebung, durch bureaukratische Kunst oder durch staatliche Bevormundung, durch Vernichtung der bürgerlichen Selbstständigkeit oder durch systematische Fälschung des Volksunterrichts und durch tausend andere Listen und Behelfen der Regierungskunst die Kette um die Völker gezogen. Rettung dünkte Vielen unmöglich; zumal da, wo die Verdammung und Korruption der Massen Schritt zu halten schien mit dem treulosen Beginnen und das System von Jahr zu Jahr an Festigkeit und Bestand gewann. Doch war Alles nur Schein. Tief in der heimlichen Kammer des Volksgeistes wachte die Ueberzeugung von der Größe des wachsenden Unrechts und der Unausbleiblichkeit einer Umkehr, und tröstend stand am umwölkten Gesichtskreis die Verheißung von Weltgericht und Erlösung wie eine Säule des Zodiakallichts. Auch gab es jederzeit unter den Völkern noch Priester dieser Verheißung, welche, unverdrossen und unerschrocken, Wacht hielten auf der Warte der Volksfreiheit, der langen Nacht die Stunden abriefen und den Hoffnungsfunken anfachten, welcher die geknechteten Völker vor dem Versinken in Muthlosigkeit und Gleichgültigkeit bewahrte. –

Also war die Lage der Dinge in den meisten Ländern des kontinentalen Europas, als Etwas geschah, was kein Seher voraus verkündigte, – Etwas, das der Anstoß wurde, welcher den Völkern eine neue Bahn