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Volksgeistes von den Regierungen vollendet gewesen, hätten nicht die öffentlichen Zustände in Deutschland längst des Schwerpunkts und Halts entbehrt, hätte nicht seit Jahren schon die ganze Nation das bittere Gefühl von Dem, was sie nicht war, aber seyn sollte und seyn könnte, im Herzen getragen, und aus dem klaren Bewußtseyn ihrer Lage und deren Ursachen den Schluß gezogen, daß so es nimmermehr bleiben dürfe und kein Opfer zu groß zu achten sei, es zu ändern. – Vier und dreißig Friedensjahre hindurch hat Deutschland die Blüthe seiner Söhne der Dressur zu Menschenmaschinen hingegeben, die keinen Willen kennen, als den des Monarchen; achtmal hunderttausend Krieger haben im fünfunddreißigjährigen Frieden an den Thronen und ihren Institutionen Wache gestanden, der Nation hat es über 2000 Millionen Thaler gekostet, und nicht einen einzigen, auch das kleinste Fürstenstühlchen nicht, hat diese Wache vor den dringenden Forderungen des Volks irgendwo mit Erfolg geschützt. Das straft das Sprüchwort Lügen: „Nichts Neues unter der Sonne“; denn Gleiches hat die Weltgeschichte noch nicht aufgezeichnet. Machiavells Klugheit hat in Deutschland völlig Bankrott gemacht, an der Stelle der Staatsweisheit hat die Rathlosigkeit Platz genommen und die unfehlbarsten Rechnungen der Diplomaten sind gänzlich fehlgeschlagen. Das Wunder ist vor unsern Augen geschehen; und doch, wenn wir es näher betrachten, so ist nichts Wunderbares daran, als der Umstand, daß es nicht schon längst sich so begeben! – Frage man sich doch, ob in irgend einem gesitteten, gebildeten, intelligenten und großen Volke der Welt die Quellen der Unzufriedenheit und des Unmuths reichlicher geflossen, als in Deutschland? frage man doch, wo man beständiger und wirksamer darauf hingearbeitet hat, durch Censur und Gedankenfesseln diesen Unmuth von der Oberfläche weg in die innersten edelsten Organe des Volkslebens zu treiben, und sich in die dunklen Herzenskammern zu verbergen? Wurde nicht ein volles Menschenalter hindurch mit uns Hohn und Spuk getrieben, und hat die Nation es mit allen Opfern und allen Gegenbestrebungen irgend wo nur dahin bringen können, daß man entartete, altersschwache, krankhafte, in der Verwesung begriffene Regierungssysteme offen und ehrlich aufgegeben und mit andern vertauscht hätte, die auf der Höhe der Zeit gestanden? Was hat es denn geholfen, daß sich der Verstand der besten Köpfe abmühete, zu beweisen, daß die Last der stehenden Heere, die dem Frieden das Kreuz des Kriegs auf die Schulter laden, in der Stunde der Gefahr keine Sicherheit gewähre? daß eine Genossenschaft selbstständiger Souveränitäten, bei denen das Recht der Selbstständigkeit gesetzlich alle Pflichten gegen die Gemeinschaft überragt, den innern Halt entbehre und die Nation zur Null herabwürdige? Was hat es geholfen, daß man die Gefahr hinstellte, welche für die Sicherheit der Nation dadurch erwuchs, daß Preußen und Oesterreich die im 13ten Artikel der Bundesakte gewährte Volksrepräsentation verweigerten, daß sie fortfuhren, dem absolutistischen System zu huldigen, und eben dadurch dem Geiste der Nation die Schwingen knebelten? Was hat der Aufschrei gegen ein Polizeisystem, welches den Bürger am Gängelbande nahm, und gegen eine Bureaukratie gefruchtet, welche ihn unter permanente