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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Zwölfter Band | |
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Gegend geachtet. In den schattigen, winterlichen Lagen hingegen sieht man Aepfelbäume ihre Kronen ausbreiten, die Pflaume, die Pfirsiche, die Kirsche und die Maulbeere gedeihen, während Citronen- und Orangenhaine mit der goldenen Fruchtlast und den weißblühenden Zweigen den Süden keinen Augenblick vergessen lassen. – Wie jedes Haus seinen Garten besitzt, so hat auch jede Familie ihr Stückchen Feld, wo sie Mais baut. Was aber die Bevölkerung sonst bedarf, das holt sie sich in Neapel und überläßt dafür der Hauptstadt ihren Ueberfluß an Obst und Südfrüchten. Milch geben die Ziegenheerden des Fleckens, welche in den mit Stauden und Gräsern üppig überwachsenen Felsschluchten eine gute Weide finden.
Cetara ist berühmt wegen seiner gesunden Luft, welche der Seewind auch im heißen Sommer kühlt. Dieß, dazu die Eigenthümlichkeit seiner Lage und die Schönheit einer berühmten Aussicht auf das Meer, die Inseln des Neapeler Meerbusens und die Küste Siciliens, wo der Aetna mit seinem weißen Haupte Wache hält – macht es zum Ziele häufiger Ausflüge aus der Gegend und der Touristen, welche die Hauptstadt besuchen.
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Zwölfter Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen, Amsterdam, Philadelphia 1847, Seite 58. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_12._Band_1847.djvu/66&oldid=- (Version vom 29.3.2025)