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nur einen unnützen Kampf und drängt dazu hin, endlich mit Gewalt jene unnatürlichen Schranken zu zerreißen, welche die von der Zeit geforderte Entwickelung des socialen Lebens so hartnäckig hemmen.


Ich kehre zurück zur Betrachtung der Ruinen, welche diese Abschweifung veranlaßt haben. –

Jene Burgtrümmer am linken Rande unsers Bildes, auf der senkrecht vom Strome aufsteigenden Felsmauer, sind das Stammhaus der Steinache – vom Volke das Schwalbennest geheißen. Von der Stromseite her ist die Burg unzugänglich; aber von der Bergseite, wo die tiefen Gräben längst verschüttet sind, ist sie leicht zu erreichen. Der schon seit 5 Jahrhunderten wüste Bau ist fest wie der Fels und mit demselben ganz verwachsen. Um Raum zu gewinnen, mußte man große Steinmassen wegarbeiten und man begreift nicht, wie es, da die sprengende Gewalt des Pulvers damals noch nicht benutzt werden konnte, nur möglich war. Die Einfassungsmauern sind gut erhalten und zwei runde, oben abgebrochene Thürme steigen hoch in die Lüfte. In dieser schauerlichen Ruine, die schon der große Habsburger auf seinem Vertilgungszuge gegen die adeligen Raubnester zerstörte, hat sich ein alter blödsinniger Mann eine ärmliche Wohnung eingebaut; er findet in den Geschenken der Reisenden und in der Mildthätigkeit der Anwohner des Thals die Mittel seines Unterhalts. Die Burg erscheint zuerst in den Urkunden des 11. Jahrhunderts und das Rittergeschlecht der Steinache, welche später den Schimpfnamen „die Landschaden“ ihrem Familiennamen beisetzten, zählte sich schon damals zu den mächtigen in Schwaben. – Von dem Schwalbennest, führt ein Fußsteig zu der die Mitte des Bildes einnehmenden Hinterburg mit köstlicher Aussicht ins Neckarthal sowohl, als in den wilden Felsgrund der Steinach, die am Fuße des Burgbergs mündet. Dieses Raubschloß überdauerte die Katastrophe, welche Schadeck zertrümmerte; es ging erst im Bauernkrieg in Flammen auf. – Das dritte noch wohnbare Schloß, auf der Höhe weiter rechts, ist die Mittelburg. Es ist geräumiger, als jene zwei, und diente für die Fürstbischöfe von Speier bis in’s vorige Jahrhundert als Jagdschloß. – Von da führt ein anmuthiger Weg durch Obstgelände und Gärten zur vierten und letzten der Landschadenburgen, deren hoher viereckiger Thurm nahe am rechten Rande des Bildes emporsteigt. Am Burgthore steht die Jahrzahl 1568, als Zeit der letzten Erneuerung. Die Burg ist aber wohl um 400 Jahre älter und der größte Theil der Gebäude war schon im 14. Jahrh. dachlos und öde. Epheubewachsene Mauerreste umgeben das Ganze und kleine Häuslerwohnungen, aus Baumgruppen hervorguckend, knüpfen das frische Leben anmuthig an das erstorbene. In der Kirche des Städtchens sind viele Grabmäler des erloschenen Geschlechts zu sehen und mehre auch als Kunstwerke von Werth.