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Volkes Hand – es vertraute zum Letztenmal euerm Fürstenwort und ließ euch kein Haar krümmen. Trauernd und zögernd würden eure noch nach den bittersten Täuschungen treuen Völker die Diademe von euern Häuptern ziehen; – aber, haben sie sich einmal losgesagt, ist die Pietät erstorben, der alte Glaube mit der Wurzel ausgerissen und geschwunden die letzte Zauberkraft der Gewohnheit: dann hat auch die Mitternachtsstunde eurer Herrschaft für ewig ausgeschlagen. – – Die deutsche Revolution hat nur einen Weg. Den geht ihr mit dem Volke, oder das Volk geht ihn ohne euch. Wählt! In eurer Wahl liegt euer Bestand – liegt eure Vernichtung. –


Der Orden der Jesuiten, sein bescheidener Anfang, seine unermeßliche Machtentwickelung und sein Jahrhunderte langes Fortbestehen, trotz des Hasses, den alle, wenn auch nur von einem Schimmer der Wahrheit und Freiheit erleuchteten Völker auf ihn geworfen hatten, sein Einfluß auf die Fürsten und durch die Zügel der Jugendbildung auf die Blüthe der Völker – diese ganze Erscheinung ist eine der großartigsten in der Weltgeschichte: sie ist der Sieg der Schlechtigkeit über die wohlgepflegte Schwachheit der Einzelnen wie der Massen. Pfaffentrug und Fürstenlist sind die Träger des Jesuitismus. Pfaffentrug und Fürstenlist, durch das schmutzige Band des Eigennutzes und der Selbstsucht auf das Engste verbunden, brüteten den Grundsatz: „der Zweck heiligt die Mittel,“ ein Prinzip, das die Menschheit in eine Heerde von Raubthieren verwandeln würde, wenn er allgemeine Anerkennung fände. Allerdings hatten es die Pfaffen auch ohne Jesuiten weit gebracht in der angestrebten Vernichtung des gesunden Menschenverstandes, in der Knechtung des Willens und in der Fesselung des Gedankens; alle ihre Errungenschaften sind jedoch dem Jesuitismus gegenüber ein Werk spielender Irren und Verirrten neben den Resultaten der scharfsinnigsten Spekulation. Loyola selbst, der Begründer des Ordens, war der spätern, so verderblichen Richtung desselben vielleicht fremd; doch war sie immerhin eine Folge seiner Satzungen. Als Ordenszweck verkündigte er: ausschließlichen Dienst Gottes und seines Stellvertreters auf Erden, und fügte zu den gewöhnlichen drei Mönchsgelübden, Gehorsam gegen den Ordensoberen, Keuschheit und Armuth, noch den vierten: unbedingten Gehorsam gegen den Statthalter Jesu hinzu. Hauptaugenmerk sollte seyn: Bekehrung der Ketzer und dadurch sich der Orden zu einer zuverlässigen Stütze des wankenden päpstlichen Stuhls heranbilden. Auch den Bildungsweg der Jesuiten schrieb schon Loyola genau vor und eben so die Gliederung der Gesellschaft. Er schuf vier Ordensklassen: Novizen, die noch ohne Ordenskleid umhergingen und in einem besondern Noviziathause hinsichtlich ihrer Fähigkeiten beobachtet wurden. Sie kamen hierauf in ein Probationshaus, um eine zweijährige, strenge Prüfung zu bestehen. Dann erst wurden sie Scholastiker und leisteten die drei ersten Mönchsgelübde. Die dritte Klasse bestand aus den geistlichen und weltlichen Koadjutoren, die in Kollegien und Missionen, Residenzen