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dickblätterigen, saftreichen Gewächsen der Sumpfländer in den Wendekreisen ähneln. Die Binsen z. B. schossen zu Stämmen von 60–80 Fuß und enormer Dicke auf und über sie erhob sich die Sumpfpalme mit ihrem Blätterdach bis zur Höhe von 150 Fuß. Es muß eine Vegetation gewesen seyn, von deren Ueppigkeit die gegenwärtige, selbst jene luxuriöse am Maranhon und Orinoco, nur eine schwache Vorstellung geben kann. Die wenigsten Pflanzen hatten festes Holz; ihre Zellgewebe strotzten vielmehr von Saft, welche Struktur, in Verbindung mit der gleichmäßig verbreiteten Wärme und raschen Ueberdeckung durch Schlamm, den Verkohlungsprozeß zur Bildung der Steinkohlenflötze sehr begünstigte.

Dieser Verkohlungsprozeß, welcher unermeßliche Zeiträume dauerte und erst in der ältesten Steinkohle, (dem Anthrazit der Grauwacke) vollendet ist, war der Wissenschaft lange ein Räthsel. Jetzt weiß man, daß ein, die saftige Pflanzenmasse durchwirkender Gährungsprozeß eine teigartige Vereinigung der Pflanzen herbeiführte und die Abschneidung der atmosphärischen Luft die in langsamer Verkohlung begriffene Masse vor Verbrennung mit Flamme schützte. Der Schöpfer hat den meisten dieser Kohlenschichten unerschöpfliche Lager von Eisenerzen hinzugefügt, welche mittelst der Kohle zu Metall reduzirt werden können, und diese Reduktion wird auch noch durch Bänke von Kalk erleichtert, welcher als Flußmittel zur Scheidung des Metalls dient und in der untern Abtheilung der kohlenführenden Schichten sehr gewöhnlich vorkömmt.

Kohlen und Eisen sind Bedingungen der Zivilisation. Ohne sie ist ein menschliches Daseyn nicht mehr denkbar; ja die großen Faktoren unserer Gesittung – Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Schnellpressen – wären ohne sie gar nicht da. Die Befriedigung unserer Bedürfnisse bringt uns so zu sagen jeden Augenblick in persönliche Beziehung mit jenen geologischen Phänomenen ferner Zeitalter; sie bringt uns in unmittelbare Berührung mit der Vegetation, welche jene alte Welt schmückte, und die vor tausend Jahrtausenden zerbrochen ward, um wieder jung zu werden in nutzbaren Gestalten. Wer könnte, wenn ich dabei an göttliche Voraussicht denke, darüber lächeln? Während die jetzige prachtvolle Pflanzenwelt, durch Zurückgabe ihrer Elemente an die Erde und die Atmosphäre, denen sie entnommen sind, zu Staub sich auflöst, sehen wir jene ältere sorgfältig in unterirdische Vorrathskammern aufgestapelt und als Kohle eine unerschöpfliche Fundgrube des Reichthums und die Stütze der Gewerbe und der Arbeit werden – werden zu Quellen des Lichts und der Wärme; – ein Schatz, ohne den ein großer Theil der Erde gar nicht bewohnbar seyn, oder doch nur eine dünne Bevölkerung haben würde. Ich heize mein Zimmer mit einem Brennstoff, meine Lampe gibt das Licht eines Gases her, die beide Erzeugnisse jener Pflanzenmassen sind, welche vor ungezählten Jahren aufgehoben wurden im Leib der Gebirge. Ganze Völker bereiten