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Daß der Endausgang kein anderer sey, daß über Habsburg vernichtende Stürme kommen werden in kurzer Zeit, ist nur zu wahrscheinlich. Zeichen an dem Geschlecht sind genug geschehen und Warnungen genug an dasselbe ergangen. Auch war ihm, wie allen andern, von Gott ein Maß in die Hand gegeben, daran zu messen all sein Thun und Handeln. Aber hat es diese, hat es jene geachtet? Als die Völker mit Gottes Beistand den Fuß des Korsen von den Nacken der deutschen Fürsten stießen, damals, nach Hinnahme der tiefsten Erniedrigung, hatte auch Habsburg vor aller Welt sich zur Annahme der christlichen Moral als Gesetzbuch bekannt und feierlich gelobt, das menschlich-milde Christenrecht unverbrüchlich zu üben. Wie bald vergaßen aber die Machthaber ihre Rettung durch die Völker und das Erbarmen des Himmels! wie bald fuhren die guten Vorsätze und Gelöbnisse in alle Winde! Der kaum überstandenen Schmach und Noth uneingedenk, trat die alte Herzenshärtigkeit wieder hervor, und seitdem haben Gewaltthat und Ungerechtigkeit (denke, Leser! an Metternichs 33jähriges Regiment) geherrscht in alter Weise. Ein ganzes Menschenleben lang hatte diese Herrschaft schon gewährt, als ein neues Gericht über die hohen Frevler kam und der Herr sie abermals überantwortete den betrogenen Völkern, welche abermals überschwengliche Großmuth an ihnen übten. Auch dem Hause Habsburg wurde noch einmal Frist gegeben, damit es in sich gehe und fortan mit christlicher Milde über freie und treue Völker walte. Und was ist geschehen? Wir hören es im Weheruf von Millionen und am Aufschrei der Nationen gen Himmel. – Und was ward dadurch gewonnen? Ist das alte Herrscherhaus dadurch fester, sind seine Insassen dadurch glücklicher geworden? Keins von Beidem. Wenn wir den prüfenden Blick in die Verhältnisse werfen, so können wir eine Dynastie nur unglücklich nennen, die von ihrer Hauptstadt, wo die Geisterschaaren der Erschlagenen umgehen, verbannt ist und ein Leben führt ohne Ruhe und ohne Freude. Beständig zittert die Erde unter ihren Füßen, die den Abgrund deckt, und in steter Sorge und Angst rinnt ihr Daseyn dahin. Jeden Morgen tritt der Herold des Bürgerkriegs und der Bote der gesendeten Völkerschlächter an des jungen Kaisers Lager, um von neuen Siegen oder Niederlagen, von neuen Unthaten und von neu geschaffenem Elend zu berichten, und die Hunderttausende, welche in Italien und im Ungarlande hingewürgt werden auf Regierungsgeheiß, und die zahllosen Menschen, welche das Elend oder das Schwert gefressen, oder die Kugeln zerrissen, oder die Kerkerluft und Kettenlast gemordet, oder das Blutgerüst, aufgerichtet in des Kaisers Namen, als Opfer forderte, schrecken den zarten Kaisers Jüngling in seinen Träumen auf. Vor den Augen der ganzen Welt straft am Unschuldigsten des Geschlechts die Nemesis mit furchtbarer Härte jene treulose Politik, die von jeher Alles, was sich ihr näherte, in’s Verderben zog, und so lange Menschenwürde, Recht, Wahrheit und Sittlichkeit mit Füßen trat, bis ihr Maß gefüllt war zum Ueberlaufen. Schande aller Art, Wort und Treubruch, Verrath und Niedertracht stritten sich in dieser Politik um den Vorrang, und haben sie gebrandmarkt als die schlechteste auf Erden. Keine hat die Kunst der Arglist und der macchiavellistischen Maximen schamloser zur Schau gelegt, keine hat sich unverhohlener zu ruchlosen,