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noch unzerrissenen Fesseln. Nachdem er erschöpft hat an den sündigen Geschlechtern alle Mittel der Besserung, nachdem alle Züchtigung und Demüthigung vergebens gewesen ist und jegliche Hoffnung schwand, sie könnten fernerhin als Werkzeug dienen seinen Plänen und förderlich seyn dem Völkerfortschreiten zu größerem Glück und höherer Vollkommenheit, hat er den Fluch des Gottverlassenseyns über sie ausgesprochen, und während sie nun in närrischer Verblendung auf Tyrannei sinnen und die ihnen anvertrauten Völker in unzerreißbare Fesseln zu legen trachten, während sie an ihrem Bau der Unterdrückung und Knechtung Stock auf Stock aufsetzen, weicht sein Grund und es reißen und springen die Fundamente. Den Apfel der Zwietracht hat Gott unter sie geworfen und wie ein Bösewicht dem andern nicht traut, wären sie auch noch so eng zur gemeinsamen Uebelthat verbunden, so beschleicht sie unverhaltenes Mißtrauen und fressender Argwohn wider einander, und die Arglist, die sie gegen die Völker so lange geübt haben, beginnt auf ihr eigenes Haupt zurückzufallen. Ist der allgemeine Kampf nur erst recht entbrannt, dann werden wir gewahr werden das Aufgehen der ausgestreuten Schlangensaat! Sie werden sich gegenseitig erwürgen und aufreiben wider ihren Willen, und die Alleinherrschaft des Despotismus wird gebrochen werden durch sein eigen Werkzeug. Wenn aber ausgekrochen sind in den Heerlagern der Tyrannei alle Basiliskeneier der Zwietracht und dieser Höllenzwang sein Recht übt (– „Zwietracht bricht des Satans Macht!“ –), dann wird auch dem Organismus der neuen Zeit kein Verderben mehr drohen. Die Freiheit, und mit ihr des neuen Lebens rechter Keim, ist dann für immer gerettet; der Feuerbrand der Revolution wird auf des Sturmes Fittichen getragen werden von Land zu Land durch den ganzen Welttheil, ihr Halloh! Halloh! wird saußen über Berg und Thal wie der wilde Jäger, die alten morschen Bäume im Völkerwalde werden niederstürzen und wachsen wird der in ihrem Dunkel verkümmernde junge Anflug der Bürgerfreiheit über alle Höhen und Gründe und sie kleiden in frisches Grün. So ist alles vorbereitet, auf daß mit den welterschütternden Ereignissen, die vor der Pforte der nächsten Zukunft stehen, ein Retter, ein Mann höherer Weihe, unter uns trete, der, wie Washington und Kossuth, die Zügellosigkeit der niedern Geister ableitend, den bewegten rohen Massen den Stempel seiner eigenen Sittlichkeit und Würde aufdrückt. Alles Gute unterm Volke ist gerettet und Alles gewonnen für die wahre Freiheit, sobald die deutsche Revolution einen Herkules gebiert an Tugend, Kraft und Willen, der die Bestien wüthender Leidenschaften verschlossen hält, gebunden die wilden Geister, und die Flammen des edelsten Feuers zur dauernden Erwärmung des erstarrten Volkslebens zu nutzen, nicht aber zur Alles verheerenden und zerstörenden Brunst zu mißbrauchen weiß. Ohne solche Führung des Steuers müßten unsere Hoffnungen schwinden, und das Ende des Absolutismus wäre für uns bloß der Anfang des Chaos, der Anarchie. Ohne lautern Trieb nach Oben, ohne den Trieb für’s Besserwerden nach Gottes Plane und für Volksbeglückung im wahren Sinn kann uns die Freiheit nichts nützen und kann sie uns auch nicht bleiben, so wenig wie auf