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So wird auch die Zeit kommen, wo die Steine aus den Kronen des britischen Weltreichs gebrochen werden und die Zepter und Reichsäpfel in die Schmelztiegel wandern und auf dem Schutthügel des Tower Ziegen weiden und Hirten Weisen singen in Sprachen, die noch nicht geboren.




DLXXIII. Die Ruinen des Minervatempels auf dem Kap Kolonna
in Griechenland.




Es war eine Zeit, wo mir beim Anblick einer Ruine mit ihrem Vogelkirschenstrauch oder dem kletternden Epheu das Herz taumelte in Lust durch die Erinnerung an die Tage der Jugend, da es zwanzig Meilen um meiner Vaterstadt keine Burgtrümmer gab auf Fels und Höh’, in deren Schatten ich nicht geschlummert und nicht geträumt hatte von ihren Sagen. Nun ist’s Abendroth, die Sonne ist hinabgesunken und der Junge, der ehedem auf den Bergen jubelte, seufzt als alternder Mann unter der schweren Bürde des Schicksals. Leben und Glück liegen in Trümmern und über den verschütteten Paradiesen will ihm kein Schlaf und kein süßer Traum mehr kommen. Nur Liebe und Schmerz blieben treu und sie werden mitwandeln bis zur Schwelle, auf der ein anderer Engel des müden Pilgers wartet. –

Der Minervatempel auf dem sunitischen Vorgebirg war gefeiert in Griechenland als einer der ältesten und heiligsten, und viele Dichter singen sein Lob. Menelaus, so erzählt Homer, begrub auf der Rückfahrt von Troja seinen Steuermann Phrontis in seinen Schatten. Hoch über den Mogen thürmt sich das Felshaupt empor, dessen Scheitel die Marmor-Säulengruppe schmückt, deren blendende Weiße sie sichtbar macht für die Schiffer auf viele Meilen hin. Herrlich ist die Aussicht von der Höhe. Sie umfaßt die meisten Eilande des ägeischen Meeres, die Küsten von Euböa mit den hohen Bergrücken des Ocha und Karystos, und jene gefürchteten Riffe, welche man schon in den ältesten Zeiten die „Holzverschlingenden“ (Xylophagos) nannte, wegen der Menge Schiffe, welche an ihnen scheiterten.