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als einen Moses empfängt, zeigt er ihm das gelobte Land in der Fremde, – wen sollte es Wunder nehmen? Ein revolutionäres Volk mit solcher Kraft, wie das deutsche, ist immer noch ein eroberndes geworden. Tritt aber die deutsche Nation habgierig über ihre Grenzen, hat sie ihren Rubikon überschritten, dann ist’s auch gewiß, daß sie niederwirft die europäischen Staatsgebäude mit sammt den Embryonen von Nationalitäten, welche sich jetzt so wunderlich im Ei geberden, bis an die Grenzen Asiens. Armes deutsches Volk! Um den eitlen Ruhm des Länderraubs und gewonnener Schlachten wirst du dann die kostbarsten Güter der Gesittung und des Friedens verlieren, du wirst sie erkaufen müssen mit dem Blute von Millionen, mit der Zerstörung deines Wohlstandes, mit der Verödung deiner Heimath, mit dem Untergang von Allem, was du jetzt hochschätzest und dich beglücken kann.

Römer, du! Kaiserhaus! Hohl geht die See, der Sturm naht und der Spruch des Schicksals: „– wen der Herr verderben will, den schlägt er mit Blindheit“ – steht an den Thronen und verheißt Erfüllung.

Schwarze Nacht liegt auf dem Römerberg, wo im März die hellste Sonne des Völkerfrühlings leuchtete. Dennoch, Muth! auf jede Nacht folgt ein – Morgen!




DLXXV. Der Alcazar in Segovia (Spanien).




Ein finsterer Anblick, dieses Denkmal der maurischen Herrschaft in Spanien, das, verwachsen mit dem Fels, auf dem es steht, für die Ewigkeit gebaut zu seyn scheint. Der Alcazar, viele Jahrhunderte die Wohnung von Königen, ist schon langeher das furchtbarste Staatsgefängniß Spaniens, in dessen Zellen die edelsten Kämpfer für Volksfreiheit schmachten und vergebens auf Erlösung hoffen.