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kräftigen und braven deutschen Bürgern zum Lande hinaustrieb, um über dem Meere eine neue, dem Fleiße dankbarere Heimath zu suchen. Ja, verrathen und verkauft war das deutsche Arbeitsvolk an die Fremde, und jene ehrlose, deutsche Diplomatie, welche mit dem deutschen Volksinteresse Schacher trieb, wie eine Kupplerin mit der Unschuld, die lohnte jede Klage, jede demüthige Vorstellung der Betrogenen mit Fußtritten und verachtendem Schweigen. Wenn aber die erwerblosen Massen zu laut wurden in ihrer Verzweiflung, so machte man sie durch Kanonendonner verstummen und ihren Hunger stillten die Volkspeiniger mit blauen Bohnen.

Noch ist dieses fluchbeladene System in Kraft. Während die deutsche Industrie, die Nährmutter der Arbeit, von tausend Schlägen getroffen, krankt und verkümmert; während zahllose Werkstätten geschlossen sind; während Hunderttausende sonst fleißiger Hände ruhen; während ganze Arbeiterheere darben und mit Entbehrung und Elend kämpfen: – überschwemmen nach wie vor die Erzeugnisse fremder Fabrikation die deutschen Lande, schleppen den letzten Thaler fort und dem armen deutschen Proletariat das letzte Stück Brod. Das Bankett der Freiheit ist vorüber; doch den deutschen Arbeitern ist nicht einmal ein Brosame zugefallen. Sie darben jetzt noch arger, als zuvor sie haben darben müssen. Auch die letzte große Hoffnung ist gebrochen; denn der Traum einer deutschen Zolleinheit zum Schutze deutscher Arbeit ist ausgeträumt, wie so viele andere Träume, und das Reich selbst erscheint dem Volke nur noch wie ein Wolkenbild, oder als stinkender Nebel, der sich allmählig auflöst, um bald gänzlich zu verschwinden.

Trotz alle Dem soll die deutsche Arbeit nicht müde werden, ihr Recht zu fordern und ihre Interessen zu vertheidigen. Was man ihr so lange vorenthalten und schmählich verkümmert hat, ihren Anspruch auf genügenden Schutz, welcher der fremden Raubindustrie die deutschen Märkte verschließt oder es doch möglich macht, daß die Produkte des deutschen Fleißes neben den fremden feilhalten können auf deutschem Boden, muß sie immer und immer wieder erheben, und nach jeder Versagung soll sie die Erfüllung um so entschiedener fordern. Sie darf nicht nachlassen, am wenigsten jetzt, wo das Interesse der ausländischen Arbeit dem deutschen mit Frechheit entgegentritt, mitten in Deutschland sein Heerlager aufschlägt oder Vesten baut, und nichts Geringeres im Schilde führt, als die weitere Entwickelung der deutschen Industrie unmöglich zu machen, sie nieder zu kämpfen und zu unterdrücken. Namentlich verfolgt die Freihandelspartei, unter der Oberleitung britischer Emissäre, die deutsche Arbeit mit grimmigem Haß. Diese Partei hat in den fabrikarmen deutschen Küstenländern, welche keinen Begriff haben von dem Elend und dem Jammer der brodlosen Arbeiter im Binnenland, eine große Macht, und an den Kommissionären, Händlern, Spediteuren und Agenten der fremden Fabrikation, welche Deutschland aussaugt und arm macht, findet sie ihre eifrigsten Wortführer. Sie hat in den deutschen Stapel- und Niederlagsplätzen der ausländischen Manufaktur ihr volksfeindliches Panier aufgesteckt, und die Fahne ihres englischen Propheten flattert auf dem Kirchhof der Hoffnung der deutschen Nation neben der in Trauerflor gehüllten Trikolore.