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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Dreizehnter Band | |
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lassen, wie unzuverlässig der Schutz ist, den diese Waffen gegen die Gewalten der unterirdischen Erdgeister gewähren.
Sorrento ist uralt. Viele Häuser stehen noch auf römischen Substruktionen. Außer einigen schönen Säulen, welche die Altäre von ein Paar Kirchen zieren, sind jedoch keine der Alterthümer sehenswerth. Die Stadt erlag schon im 5ten Jahrhundert der Zerstörungswuth der nordischen Völker und ward im 9ten Jahrhundert von den Sarazenen wiederholt verwüstet; auch die Erdbeben trugen dazu bei, sie ihres alterthümlichen Schmucks zu entkleiden. – Dauernder ist ihr Ruhm, ein Lieblingssitz der Musen zu seyn, die einen Kranz von Namen um Sorrento geflochten haben, der nie verwelken wird. Tasso, Petrark, Boccaz schrieben in Sorrento unsterbliche Werke; Salvator Rosa, Spagnoletto, Lanfranco und Caravaggio hatten daselbst Werkstätten; Domenichin und Guido Reni suchten hier, nachdem sie ermüdet den Pinsel niedergelegt hatten, ein Asyl am Busen der herrlichsten Natur. So ward Sorrento für Poesie und Kunst ein heiliger Ort, und manche Fackel ist hier angezündet worden, welche das Menschengeschlecht noch erfreuen, erwärmen und erleuchten wird in späten, kommenden Zeiten. –
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Dreizehnter Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen, Amsterdam 1848, Seite 66. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_13._Band_1848.djvu/74&oldid=- (Version vom 27.4.2025)