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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Vierzehnter Band | |
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Getrost! – Schon auf der nächsten Sprosse sehe ich, was die Gegenwart dem verirrten Geschlecht nicht geben kann: – Zustände größern und allgemeinern Menschenglücks. Wohl sehe ich auch da noch Reichthum und Armuth; jedoch keinen Pöbel mehr, weder in Seiden- noch in Zwilchgewand. Ich sehe noch Starke und Schwache; aber die Freiheit als heiligen Besitz für Alle, und das Gesetz und sittliche Gefühl über Alle. Ich sehe im Staate die Gleichberechtigung als Wahrheit; ich sehe das Weib in der bürgerlichen Gesellschaft im vollen, unverkümmerten Genuß aller Rechte des Mannes; ich sehe es neben ihm, nicht unter ihm. Ich sehe zwar noch Sünder und Strafen; aber die Strafe ist nicht mehr Rache, sondern das Besserungsmittel des Irrenden. – Ich sehe – – – –
„Ach, meine Himmelsleiter und alle Gesichte verschwanden plötzlich. Der Kapuziner läutete die Glocke des Waldkirchleins, murmelte eine Ave Maria und bot mir nebenbei, aus der buchsbaumenen Dose, eine Prise.“
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Vierzehnter Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen, Amsterdam 1850, Seite 110. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_14._Band_1850.djvu/116&oldid=- (Version vom 1.7.2025)