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und dem anmaßlichen Proletariat schwimmenden Berlin, – eine Menge Hülfsquellen des Wohlstands und Pfeiler der Bildung. Letztere ist verbreitet durch alle Schichten des Bürgerthums, und als Stadt der Intelligenz behauptet Königsberg eine rühmliche Stellung. Die Bildung ist hier zur Mutter jener unabhängigen, männlichen Gesinnung und politischen Reife geworden, welche Königsberg in dem Kampfe des preußischen Volks für Fortschritt und Entwickelung zum freien Staate so oft den Ehrenposten eines Bannerträgers gab. – Was große Geister, wie Kant, als Saat hier ausstreuten, hat im bürgerlichen Leben seit ¾ Jahrhunderten tiefe Wurzeln getrieben und gute Früchte. Das Wissen hat im Volk das klare Rechtsbewußtseyn hervorgerufen und es für die Freiheit entzündet. Das Bestreben, ihr helles Feuer auf dem Herde auszulöschen, welchen aufgerichtet hat der größte Denker des Jahrhunderts, und den Geist der Finsterniß auf der Universität herrschend zu machen, das hat niemals dauernd gelingen wollen, und immer gab es Priester, welche die heilige Flamme bewahrten. Nie fehlte es in Königsberg, so oft auch das System des Rückschritts und der Knechtung seine Vertreter hinsandte, an Männern, welche für die Einheit, Macht, Größe und Freiheit Deutschlands, ledig der Fesseln des Partikularismus, kühn auf der Bresche kämpften und selbst in den trübsten Zeiten die Rechte des Volks standhaft und oft mit großem Erfolge vertheidigten. Je häufiger wir, leider! in deutschen Universitätsstädten das Gegentheil gewahren, je öfterer wir sehen müssen, wie das Professorenthum und seine Wissenschafterei die Herzen verhärtet, die Menschen unempfindlich macht gegen die höchsten Interessen der Zivilisation und sie zu willigen Werkzeugen der Gewalt erniedrigt: je mehr gebührt einer Ausnahme Ehre. Statt vieler Illustrationen der Regel nur die eine: Bonn. Kinkel, der einst in der Rheinuniversität so Hochgefeierte, dessen Poesien, die auf der Toilette der Fürstin lagen, zugleich der Arme bei der Arbeit sang, Er sitzt in der Zuchthauszelle am Spulrad, Er liegt auf Stroh und hat die Kost und Kleidung eines gefangenen Mörders. Hat unter der Bonner Collegenschaft nur eine Stimme des Mitleids sich erhoben, nur ein Laut der Entrüstung sich vernehmen lassen? Fragt doch die Herren! – sie werden Euch lächelnd antworten: „Solchen Verbrechen gebührt solche Strafe!“ Nicht so in Königsberg. Jene eiserne Herzenshärtigkeit, jenes wohldienerische Professorenthum hat dort noch nicht gewagt, sich dreist zur Schau zu stellen, und wenn auch ein Königsberger sich herbeiließ, sein Leben von gestern umzukehren wie einen Rock und die Magna Charta der Nation zu verleugnen, der er gelobt hatte als der Allererste: so hat Königsberg diesem Einen gegenüber Andere zu nennen, die es wagen konnten, Königen die Wahrheit auf ihrer Stube zu sagen und Seelengroße genug besaßen, aus sicherem Asyl, auf die schwersten Anklagen der Regierung, den Gerichten sich selbst zu überliefern. – Simson – Jacobi. Wen wird die Geschichte an den Pfahl stellen und wen sie bekränzen?