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jedes Mittel dazu war ihm recht, wenn es nur zum Ziele führte. Durch Heirath, Eroberung, Erraffen der offenen Reichslehen ward er der mächtigste Fürst in Deutschland. Jeder fürchtete, alle Welt haßte ihn. Am meisten war er den Schweizern widerwärtig, welchen mit Recht für ihre Freiheit bangte; denn in der Schweiz lagen ja Habsburg’s Stammgüter, und die Schirmvogtei, welche Rudolph so segensreich geübt hatte, suchte Albrecht zur Unterdrückung zu benutzen. Die Eidgenossen und viele Schweizerstädte und Stifter thaten sich daher mit den unzufriedenen Reichsfürsten zusammen und wählten sich den Grafen von Nassau zum deutschen Könige. – Parteiung und Krieg entstand nun aller Orten. Die Einen hielten zu Nassau, die Andern zu Habsburg. Alsbald kam Albrecht mit gewaltiger Macht herangezogen aus Oesterreich, um die Abgefallenen zu strafen und zu jochen. Zuerst war sein Zorn gegen den Bischof von Konstanz gerichtet, der sich an die Spitze des Nassauer Bundes gestellt hatte. Das herrliche Land am See wurde verwüstet. Als das die Eidgenossen hörten, sandten sie Boten in’s Lager des Oesterreichers, anzufragen, was sie von ihm zu gewärtigen hätten. Der aber antwortete barsch: er werde kommen und dann zusehen, was zu ändern sey. Das nahmen sich die Männer zu Herzen und versahen sich Schlimmes. – In der Schweiz ging’s jetzt drunter und drüber. Als Albrecht’s Heer heranzog, schlugen sich die Herren von Adel offen zu seiner Partei und fielen in Albrecht’s Namen über das Landvolk her, oder in der Städte und Stifter Gebiet, und sengten und brennten und schatzten: Alles zu Gottes und des Kaisers Ehre! – Da machten sich die Städte auf, Bern an der Spitze, und gaben Hieb um Hieb. Acht und vierzig Burgen und Schlösser der Adeligen wurden gebrochen, oder in Asche gelegt. Darauf rief der Adel den König Albrecht um Beistand – und der kam auch alsbald in’s Land herein mit Heeresmacht. Verwüstend drang er bis vor Zürich. Die Züricher aber waren gerüstet. Frauen standen in Waffen bei den Männern auf den Wällen und Mauern, die Kinder trugen Steine in die Häuser und auf die Thore. Die Züricher schickten nun Botschaft an Albrecht: sie wollten dem Kaiser gehorsam seyn, wenn er ihre Freiheit achte; wo nicht, so wollten sie in der Freiheit sterben. Als Albrecht diese Worte hörte, da erwiederte er: ich will der Stadt die Freiheit lassen und den Frieden geben; denn er wußte wohl, daß der Züricher Wort kein leerer Wind war, wie der deutsche Wind von heute und von gestern. Albrecht dachte aber: ich will die Schweiz im Frieden schon bezwingen! denn er war ein falscher und listiger Fürst. Den Eidgenossen, die auch durch Boten frugen, was er von ihnen begehre, ließ er vermelden: „seyd und bleibt die lieben Kinder Oesterreichs: dann will ich euch reich machen!“ Die Männer des Gebirges aber antworteten rasch: Wir wollen nichts, als daß du uns die Freiheit lassest und uns in unsern Rechten schützest. Und der Kaiser versprach’s lachend. Als er aber der Eidgenossen Land besetzt hatte, da setzte er Vögte darüber, wie über seine Erblande, und schickte den Eidgenossen die allerhärtesten Männer, daß sie den störrigen Sinn des Volkes brächen und es zur Unterthanenschaft geschickt machten. Es kamen nun die Geßler und die