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seiner Diener die arbeitsfreien Stunden würzt. – Der Elberfelder Fabrikherr, welcher mit seinen Erzeugnissen auf der ganzen Erde Absatz sucht, folglich auch mit den Fabrikanten aller Länder den Kampf der Konkurrenz zu bestehen hat, muß, um dies mit Erfolg thun zu können, sich beständig nach den neuesten Verbesserungen in seinem Fabrikationszweige umschauen. Sobald er eine bemerkt, darf er keine Mühe und keine Kosten scheuen, sie sich anzueignen. So geht z. B. die Verbesserung der Spinn- und Webmaschinen beständig fort. Seit den Zeiten Hargreave’s, Arkwrights, Cromptons, Whitney’s, Watts und Jacquards, welche Männer alle ein großes Stück in das unermeßliche Räderwerk der Baumwoll- und Seidenindustrie, der Spinnerei und Weberei fügten, hat fast jedes Jahr irgend eine unerwartete, außerordentliche und folgenreiche Erfindung und Verbesserung gebracht. Bei einer Wanderung durch die Werkstätten der berühmtesten Elberfelder Industriellen wird man sie alle wiederfinden. Man wird mit Erstaunen hören, wie oft für eine ganz kleine und geringfügig scheinende Qualitätsverbesserung, oder um eine Kostenersparniß zu erzielen, die auf das einzelne Fabrikat die Fraktion eines Pfennige beträgt, die kostspieligsten und umfangreichsten Maschinen angeschafft werden, und man wird noch mehr erstaunen, wenn man vom Fabrikherrn vernimmt, daß von jener winzigen Verbesserung, oder von dieser kleinen Ersparniß an den Herstellungskosten die Konkurrenzfähigkeit seines Fabrikats, folglich das Bestehen der Fabrik und die gewerbliche Existenz aller seiner Arbeiter abhängt, die sich davon freilich nichts träumen lassen und es ihrem Herrn auch nicht glauben würden, wenn er es ihnen sagte. Wie Manche bilden sich ein, die neue Maschine, welche der Fabrikant anschafft, mache den Arbeitgeber unabhängiger von ihrer Handgeschicklichkeit und gefährde darum ihren Erwerb, während sie gerade das Mittel ist, dem Arbeiter seinen Erwerb zu sichern und überhaupt möglich zu machen.

Die Zahl der in Elberfeld selbst beschäftigten Fabrikarbeiter ist etwa 16,000; aber im ganzen Wupperthale rechnet man ihrer über 38,000 – ein Heer! Die Baumwollweberei (baumwollene Stoffe sind bei Weitem die wichtigsten hiesigen Erzeugnisse) setzt in der Stadt und in der Nachbarschaft mehr als 10,000 Stühle in Betrieb. Ihre Fabrikation umfaßt fast alle Arten baumwollener, gefärbter und gedruckter Zeuche und Bänder. – Die Seidenweberei zählt 2000 Stühle. Die Mannichfaltigkeit ihrer Fabrikate ist unendlich, vom seidenen Pfennigschnürchen an bis zum schwersten Sammt. Nahe an hundert meist großartig eingerichtete Druckereien, Zeuch- und Garnfärbereien unterstützen diese Gewerbe. Die Türkischroth-Garnfärberei ist die berühmteste auf der Welt und liefert das vollkommenste Produkt, welches auf allen Märkten durch seine Qualität die Konkurrenz mit Erfolg bekämpft. Der jährliche Fabrikationswerth dieser Garnsorte ist allein ein Paar Millionen Thaler. Zahlreiche Etablissements der höhern Technik, Graviranstalten, Maschinenbauwerkstätten, Gießereien etc. unterstützen die Fabrikthätigkeit und erleichtern die Herstellung ihrer Einrichtungen. – Der Handel ist überaus groß, lebhaft und mannichfach;