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er vertreibt viele Erzeugnisse des Elberfelber Kunstfleißes und seine Vermittelung kommt vorzugsweise den kleinern aufstrebenden Industriellen zu gut, die weder die Fonds, noch die sonstigen Mittel besitzen, sich rasch eine hinlängliche Kundschaft in der Fremde zu erwerben. Die hiesigen Bankgeschäfte sind von großem Umfang. Ihr Umsatz ist jährlich 30–40 Millionen Thaler und gibt den Maßstab für die Größe der hiesigen Verkehrsthätigkeit im Allgemeinen; denn Elberfeld ist kein eigentlicher Wechselplatz und die Transaktionen der Bankiers gehen selten über das Bedürfniß des Orts und der Gegend hinaus.

Elberfeld ist weder schön, noch regelmäßig gebaut, obschon einzelne Privatgebäude durch Größe und Pracht, im Aeußern wie im Innern, imponiren. Die zum Theil engen und meist langen Straßen ziehen sich thalauf- und thalabwärts; oder sie klettern von Terrasse zu Terrasse den Höhen zu, die, mit den schönsten Gärten und geschmackvollen Landhäusern bedeckt, der Gegend das Gepräge jener Heiterkeit und Lebensfrische geben, welche man so ungern an dem durch Fleiß erbeuteten Wohlstand vermißt. Das Leben in Elberfeld ist großstädtisch; die reichen und hervorragenden Familien der Kauf- und Fabrikherren geben den Ton an. Ihnen gegenüber kann die Beamtenschaft begreiflicher Weise eine bevorzugte Stellung in der Gesellschaft nicht ansprechen, und wer sich nicht darein zu finden weiß, zieht sich unbeachtet in kleine, abgeschlossene Kreise zurück.




DCLXI. St. Jakob bei Basel.




Es war im Hochsommer Anno Zehn, als ich mit der rothen Diligence von Straßburg nach Basel reiste. Wir waren vor Tag aufgebrochen, und die Postillone, welche den blanken Kaiseradler auf der Jacke trugen, waren nicht gewöhnt, auf der vortrefflichen Straße den muthigen Thieren etwas zu schenken. Dennoch war die Sonne schon untergegangen, als uns die Thürme und Mauern von Hüningen anstarrten, jenes gewaltigen und gefürchteten Thors von Frankreich, jenes Zwing-Uri’s an den Grenzmarken der Schweiz und Deutschlands. Der nachherige