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| Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Vierzehnter Band | |
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diktirte: – da erklärte König Ludwig seinem Volke in’s Angesicht: ich will nicht thun, was die Revolution verlangt; da sie aber die stärkere ist, und weil ich nicht heucheln mag und schön thun mit ihr, – so nehme ich die Krone von meinem Haupte und bin mir selbst genug. – Versöhnung mit seinem Volke war sein Lohn. Während draußen überall feueriger Wetterschlag war und der Sturm tobte, ein Sturm, wie er nie gewesen ist, seit Menschen in Europa wohnen, – lebte Ludwig glücklicher, denn als König, ruhig schaffend und fortwirkend für Das, was er alle Zeit als ein schönes Lebensziel erkannt hat, unangefochten und zufrieden inmitten seines Künstlerkreises, der ihn verehrt. – König Ludwig ergriff das beste Loos. Der Neid kann ihn nicht mehr erreichen, des Hasses Pfeile sind zerbrochen; und wenn die Revolution von Neuem ihr Haupt erheben sollte, und er alle Kronen fallen sähe und die Gräber grünen auf dem Friedhofe der Monarchie – so könnte er mit dem griechischen Philosophen sagen: Es war ein Traum und – Dank den Göttern! es war ein schöner Traum.
Joseph Meyer: Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Vierzehnter Band. Bibliographisches Institut, Hildburghausen, Amsterdam 1850, Seite 318. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_Universum_14._Band_1850.djvu/324&oldid=- (Version vom 10.8.2025)