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Eiland aus der glänzenden Fluth, übersäet mit Landhäusern und Gärten, und von dem Ufer rechts und links sahen freundliche Ortschaften herauf: Städtchen, Dörfer und Weiler, oder einzelne Villen. Nordwärts aber öffnete sich das Land, und auf dem nächsten Hügel, aus der Mitte eines Kranzes von Gebäuden, einfach, schmucklos, groß und ernst, wie der Gedanke der Volksfreiheit, ragte ihr Monument: der Obelisk von Bunkershill. – Das Volk der Vereinigten Staaten setzte diese Säule auf das erste Schlacht- und Siegesfeld seiner Freiheit! – So richteten die Männer Skandinaviens einst Runensäulen auf als Gedenkzeichen ihrer Kämpfe, und die Schweizer ihre Tellskapellen und die Votiv-Kirchlein bei Sempach, Murten und Sankt Jacob.

Ich sah die Säule an und sah umher – und mir kam das Land vor wie ein aufgedeckter Göttertisch. Alles schimmerte goldig, Alles war Blüthe, Klang, Glück und Lust! Aber wie aus der Lust zum Schmerz nur ein einziger Schritt ist – – ich dachte an das Vaterland und – Thränen des Zorns, des Kummers und der Scham fielen auf den heiligen Boden.“ –




DCXVII. Die Akademie der schönen Künste in Paris.




Der Gipfel aller Civilisation ist die Humanität und Literatur und Kunst sind ihre Formen. Diese Formen sind nicht allenthalben dieselben. Jedes gesittete Volk bildet sich aus nach dem Einflusse des Klima’s, der Natur seines Bodens und dem angebornen Charakter seines Stamms: und seine Sprache, seine Literatur und Kunst erhalten dadurch nothwendig einen eigenthümlichen, nationalen Ausdruck. Einem Volke, dessen Kunst und Wissenschaft der Nationalität entbehrt, geht das innerste Leben ab. Es erkennt gleichsam einem andern das Münz- und Stempelrecht zu, und prägt sich statt das eigene Bild ein anderes auf. Was hob die Griechen so hoch über alle Nationen der Erde auf die Staffel der Gesittung? Was gab ihnen jenes stolze Selbstgefühl, daß sie mehr werth seyen, als alle andern, jenes Gefühl, das sie fähig machte, das Größte zu unternehmen und zu vollbringen? das Gefühl, welches Helden schuf und Menschen in Halbgötter verwandelte? eben der Umstand, daß das