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DCXX. Die Elysée’schen Felder und der Präsidentschaftspalast
in Paris.
(Champs Elysées et Palais Elysée.)




„Ich wollte Dich eben abholen!“ rief, als ich aus der Hauspforte trat, der Maler R . . . mir entgegen und hing sich an meinen Arm. „Die Republik der Ordnung hat heute Jahrtag!“ Ich lächelte spottisch. „Du lachst; aber es ist doch so. Hätten wir Republikaner die Socialisten nicht zu Boden geschlagen, so wäre Europa eine Ruine.“ „„Euer Sieg wird es dazu machen;““ sagte ich. Der Maler aber erwiderte: „Wenn man dem Teufel einen Finger gibt, so nimmt er den ganzen Mann. Wir wollen nicht streiten. Wir können uns doch nie verständigen in diesen Dingen. Denken wir heute blos an das Vergnügen! Ganz Paris genießt diesen sommerlichen Nachmittag im Freien.“

Paris hat keinen Park wie London; keinen Prater wie Wien; keinen Thiergarten wie die Königsstadt an der Spree; es hat seine „Champs:“ – freie, weite Plätze nämlich, bepflanzt mit Alleen, die sich in verchiedenen Winkeln kreuzen. Die Zwischenräume sind den Restaurationen, den Buden für Seil- und Reitkünste, für Panoramen, Menagerieen, Puppenspielen, Jonglerien und hundert anderen Dingen überlassen, welche die Promenirenden unterhalten und belustigen. An den Nachmittagen und Abenden der schonen Jahreszeit sind die „Champs“ die Sammelplätze der Pariser Welt. Dann leeren sich Häuser und Werkstätten; ihre Bewohner ziehen aus, um frische Luft zu schöpfen und im Schatten der Bäume ihr Abendbrod zu verzehren.

Die Champs Elysées gelten in der Vorstellung des so leicht befriedigten und genügsamen Parisers wirklich für ein gebenedeites Stückchen Erde. In alter Zeit war’s eine Viehweide. Colbert ließ den Platz ebnen und mit Bäumen bepflanzen, die zum Theil jetzt noch grünen. Die elysée’schen Felder werden auf der einen Seite von den prächtigen Kayen der Seine, auf den übrigen von dem Garten des Palastes des Elysée,