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Alexanders drei Welttheile mit ihrem Ruhm beschrieben und auf jeder Seite der neuern Geschichte die Unsterblichkeit zurückgelassen hatten, im Hofkleide vor den schwachen Schößlingen eines morschen Königsstammes die Kniee beugten. Die Bourbonen selbst hatten im 25jährigen Exil nichts gelernt und nichts vergessen, und die Nation fühlte die Schmach solcher Herrschaft. Da schüttelt plötzlich der Adler auf Elba seine Fittige, und von ganz Frankreich mit Jubel empfangen, zieht Napoleon in Paris ein an der Spitze der Armeen, die ausgesandt waren, ihn zu vernichten. Noch einmal träumte der Korse im Elysée von Welteroberung und Unterjochung. Es war zum Letztenmale! Von Waterloo nach St. Helena war nur ein Wurf des Schicksals. – Die zweite Restauration schenkte das Elysée dem Herzoge von Berry, und als dieser Fürst gefallen war vom Dolche des Mörders, kam der Palast, als Erbstück, an den Herzog von Bordeaux. – Das Jahr 1830 brachte die Julitage. Der Thron der ältern Bourbons wurde vom entrüsteten Volke zerbrochen, – und mit dem Reiche ward auch das Elysée dem schlauen Orleans gegeben. Die Pflastersteine hatten Louis Philipp erhoben. Er verleugnete seinen Ursprung und – die Pflastersteine forderten seinen Erstgebornen, die Pflastersteine warfen sein Haus ein wie ein Kartenhaus und jagten seine Sippschaft aus dem Lande. Aus dem Elysée Bourbon machte die Republik Elysée National! aber damit die Farce der Tragödie auf dem Fuße folge, so wurde bei der ersten Ausübung des allgemeinen Stimmrechts von dem republikanischen Frankreich der verächtlichste aller Abenteuerer, der Prinz Louis Napoleon, zur höchsten Würde und Macht im Staate erhoben und ihm das Elysée zur Amtswohnung überwiesen. Da studirt nun der kleine Vetter die Rollen „des großen Onkels“ ohne Unterlaß, und es gibt nicht Wenige, die wirklich glauben, daß es dem Wichte noch möglich seyn werde, die Herkulesarbeiten eines Heros zu wiederholen. Sie sehen hinter dem Elysée nicht das Blutgerüste, sondern die Tuilerien; sie sehen in den albernen, kleinlichen Experimenten zur absoluten Herrschaft nicht das Aufstacheln der wilden Geister der Anarchie und des Umsturzes; sie sehen in jenem Menschen noch etwas Anderes, als das blinde Werkzeug des vergeltenden und rächenden Gottes; sie sehen in ihm mehr, als den Statisten des Schicksals, dem geboten ist aus der Verborgenheit zu ziehen an’s helle Tageslicht die gänzliche Zerrüttung, Unheilbarkeit, Unzulänglichkeit und Ohnmacht der alten staatlichen „Ordnung.“ Die Zeichen reden. Louis Napoleon wird der Todtengräber der Gesellschaft seyn; sein Gräberlohn aber das Schafott oder die Laterne.

So waren die Insassen des Elysée an mir vorüber gezogen! Jeder hatte eine Zeile oder ein Blatt Weltgeschichte geschrieben. Doch wie wenige unter ihnen leuchten als große Geister, und Menschensonnen, die mit ihren Strahlen Jahrtausende erwärmen, sah ich keine. Die meisten präsentirten sich als Mephistophelesgestalten, welche die wuchernde Saat ausgestreut haben, aus der sich jene Kräfte der Zerstörung entwickelten, welche, drängend von Umsturz zu Umsturz, erst im Chaos verenden werden.