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ritten ihnen die Bürger im Waffenschmuck voran und gaben ihnen das Geleit. – Bis Bamberg ist die Bevölkerung meist katholisch. Von da ab wiegt die protestantische über, und die Reminiszenzen jener Zeiten, da die Zollern als Reichsbeamte und Grafen auf der Burg in Nürnberg saßen, hielten im Volke Sympathien wach, welche erst die neuesten Begebenheiten ausgelöscht haben. Die anti-weißblaue, preußisch-deutsche Partei ist jetzt fast verschwunden vor den bittern Täuschungen und Kränkungen, welche man in Potsdam so reichlich kredenzt hat, und jeder Franke fühlt es jetzt tief, wie nahe die Rettung Deutschland und der Wittelsbacher Größe lag, als in Berlin der 3. April so ewig denkwürdig für die Nation und das Haus Zollern endigte. – Wie stände es jetzt, wenn der Geist des großen Ahn in den König Max gelebt und er erfaßt hatte die Kaiserkrone, welche ein anderer Fürst so schnöde von sich warf? Aber das ist eben der Fluch dieser Zeit, daß sie mit ihren großen Schicksalslosen überall kleinen Menschen begegnete. Wäre Max der Mann gewesen, wie ihn die Zeit brauchte, dann hatte er das kostbare Kleinod sich nicht entschwinden lassen. Mit dem Kaisermantel angethan und getragen von der Begeisterung des mächtigsten Volks der Erde, hätte er dem Riesengang der Welt neue Bahnen angewiesen und dem Strom der Ereignisse einen neuen Lauf; und der Hyder, die alle Anstrengungen für’s Bessere lähmt, der hätte er den Kopf zertreten. – Aber dann hätte König Max seyn müssen, was er nicht war, ein großer Mann und er hätte den Beruf in sich fühlen müssen, etwas zu werden, was er nie seyn wird, ein Mann des Volks. Mit dem freien deutschen Volke einig zusammenstehend hätte er Deutschland zum Schiedsrichter der Welt erhoben.

Das edelste Pferd verlangt stets den besten Reiter; Esel aber können auch Kinder besteigen. Wenn ich des Falls gedenke, daß die Kaiserkrone auf das Haupt eines Mannes mit engem Herzen und beschränktem Verstande gekommen wäre, dann danke ich Gott, daß es nicht geschehen, obschon mir das Herz bei dem Gang der Dinge aus tausend Wunden blutet. Unter einem Haupte, das kleiner gewesen wäre, als seine Krone, hätte Deutschland das schmählichste aller Schauspiele mit ansehen müssen. Wahrlich! unser Unglück ist groß, und unsere Schmach nicht minder: aber dem allergrößten Wehe und der allergrößten Schande sind wir doch bis jetzt entgangen.

Schon bei Bamberg ist die Eisenbahn aus dem Mainthal in das der Regnitz getreten, und sie bleibt in demselben bis Nürnberg. Vor Erlangen drängen sich Straße, Strom, Kanal und der Altstädter Berg so enge zusammen, daß die Bahn durch den Berg geführt werden mußte, und im weiten Bogen geht sie von da zur Stadt. Von diesem Punkte aus (demselben, welcher zur Aufnahme unseres Bildes gedient hat) gewährt Erlangen, inmitten eines weiten, wohlangebauten Thals und eines Kranzes von Dörfern liegend, einen überaus freundlichen Anblick. Das Innere der Stadt straft ihn nicht Lügen. Die breiten, reinlichen, regelmäßig angelegten Straßen und die stattlichen, meist steinernen Wohnungen in gefälligem, oft zierlichem Styl rechtfertigen vollkommen den