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DCXXVI. Autun in Frankreich.




Aelter als Rom ist Autun! – Von den Phoceern gegrundet, dann als Bibracum Hauptstadt der tapfern Aeduer, dann Augustodunum unter den Cäsaren bis Constantin, der sie Flavia Aeduorum hieß, war sie vor zwei Jahrtausenden eine der volkreichsten Städte Galliens. Cäsar machte sie zum Mittelpunkt seiner Operationen für die Unterjochung des Landes, und als Hauptsitz der römischen Verwaltung füllte sie sich mit Prachtgebäuden an, deren Trümmer, obschon sie seit so vielen Jahrhunderten das Material zur neuen Stadt hergaben, noch jetzt von ihrem einstigen Glanze und römischer Größe zeugen. In jedem Theile Autuns findet man noch Ruinen aus der classischen Vorzeit; von Theatern und Tempeln, von Palästen und Bädern, und an fast allen größern Gebäuden sieht man Fragmente von Sculpturen, Inschrifttafeln, Säulenstücken etc. etc. Die alten Stadtmauern sind ein römisches Werk. Sie bestehen aus kolossalen Granitquadern und tragen 40 Thürme. Die Thore sind römische Triumphbogen, mit Bildwerken geschmückt, und noch ziemlich erhalten. Bei ihrem Anblick denkt man an das welterobernde Volk, an Cäsar, seine Legionen und seine Siege.

Autun ist jetzt eine Landstadt Burgunds, im Departement der Saone und Loire, von 12,000 Einwohnern, welche der Rebenpflanzungen pflegen, die Hügel und Gelände bedecken, und den Schutt und die Trümmer einer untergegangenen Welt umranken.





DCXXVII. Waitzen an der Donau.




Eine Tagereise auf dem Dampfer bringt von Preßburg nach Pesth. Wir waren früh abgefahren. Ein herrliches Land, dieses unglückliche Ungarn, durch das Europa’s prächtigster Strom wie im Triumphe zieht! Unterhalb