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mit Trümmern übersäet ist, so sind doch nur wenige Ueberreste vorhanden, die durch Größe das Auge fesseln. Die ansehnlichsten sind ein Tempel der Venus, die (auf dem Stahlstich im Vorgrunde sichtbare) Rotunda eines Merkurtempels und die sechseckige Cella eines Tempels der Diana Lucifera. Selbst der berühmte Hafen Bajä’s, von vulkanischen Gewalten und in Folge von Erdbeben, welche diese Gegend beständig heimsuchen, verwüstet, ist für die Schifffahrt unbrauchbar geworden. Der Grund des Meers hat sich so sehr gehoben, daß nur kleine Fischerfahrzeuge da einen Stationsort finden, wo zur Zeit des Augustus die Kriegsflotten des weltgebietenden Roms vereinigt vor Anker lagen.

Hast Du Dich aber satt gesehen am Staub der großen Vergangenheit, dann besteige das Castell von Misenum (auf dem Stich das große Gebäude rechts am Seestrande) und genieße eine Aussicht, wie sie nur der Felsen von Gaeta in gleicher Schönheit wieder bietet. Von der Zinne des Thurms übersieht man beide Meerbusen – sowohl den von Bajä, als den von Neapel – mit ihren Inseln, die ganze Küste von Gaeta bis hinab nach Sorrent, den Vesuv, das Kastel S. Elmo, Puteoli, den Posilipp, den Monte Barbaro, den Monte Novo, Pompeji und Herkulaneum und die tausend Ruinen und Orte, an welche sich welthistorische Namen und Begebenheiten knüpfen. Ist aber der Tag günstig und die Atmosphäre von Dünsten rein, so dringt das Auge meerwärts bis an die Gestade von Sicilien und Du kannst den beschneiten Gipfel des Aetna entdecken, der wie ein lichtes Wölkchen am südwestlichen Horizonte schimmert.