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das seines Gatten Last und Kreuz treulich mitträgt, in sein sorgengefurchtes Antlitz Frieden lächelt und seine Kinder der Wahrheit, der Tugend, der Ewigkeit erzieht: glücklich und zufrieden ist Der, welcher sich selbst erlaubten Genuß entzieht, um an die Stätten des Jammers, des Hungers und des Elends Labung, Erquickung und Hülfe zu bringen. Mehr glückliche Herzen schlagen unter dem Kittel, als unter dem Purpur; und viel zufriedener, viel besser ist oft der Laie, denn der Priester, der von seiner Rednerbühne mit kalten Worten Tugend, Entsagung und Weltverachtung predigt.

Aber auch jene friedlichen Völker in einer paradiesischen Natur, wo das, was der Mensch zum Leben braucht, ihm bei der wenigsten Mühe in den Schooß fällt, sind, obschon im andern Sinne, glücklich und zufrieden zu nennen. Das goldene Zeitalter, welches solche Zustände für die ganze Menschheit umfaßt, liegt zwar weit von uns weg in sagengrauer Ferne; doch gibt es noch manches Paradies auf Erden, dessen Pforten kein Engel mit dem Flammenschwerte hütet, und noch gibt es Menschen, die in solchem Eden ein Daseyn führen, kaum anders, als es das erste Buch der Genesis schildert.


Als ein Eden aber wird die Insel Ceylon von allen Reisenden geschildert. Auf dieser Insel vereinigt ein einziger Baum schon Alles, was der Eingeborne zu seinem Daseyn braucht. Wäre er mit seiner Kokospalme allein auf seiner schönen Erde, er würde mit den Seinigen zufrieden leben können. Dieser Baum gibt ihm nicht bloß Speise und Trank, er gibt ihm auch Kleidung und Obdach. Haben nämlich die Palmen ihre Tragfähigkeit verloren (was nach dem siebzigsten Jahre geschieht), so baut er sich vom Stamm seine Hütte und bedeckt sie mit ihren Blättern. Aus der Rinde schnitzt er sich Geräthe; mit den Blattstielen hegt er Feld und Garten ein; aus dem Baste dreht er Seile und Schnüre; die kleine Hängematte, in der er sein Kind schaukelt, ist aus den Fibern der äußern Fruchtschale geflochten. Die feste Hülse der Nuß gibt ihm zierliche Becher und Löffel, und sein Mahl aus geschabter, oder geriebener Kokosnuß bereitet er beim Feuer, zu den die Hülse den Brennstoff liefert. Er fischt mit Netzen aus der innern Faser der Rinde, und ein angezündeter Palmenstiel ist die Fackel, die ihm leuchtet. Sein Kahn ist ein ausgehöhlter Stamm; Thüren, Fensterrahmen, Simse, seine Bänke und Tische, die Rinne unter der Dachtraufe, die Röhre, die ihm Quellwasser zuführt, – sind aus demselben Material. Dürstet ihn, so trinkt er den frischen Saft der jungen Nuß; hat er Hunger, so verzehrt er den weichen Fruchtkern. Will er sich erheitern, so schlürft er ein Glas Palmenwein; und bei seinen Tänzen und seinen Festen kreis’t der Pokal, gefüllt mit Arrak, den er aus dem gegohrnen Saft der Palme bereitete. Mit Essig aus demselben Stoff würzt er seinen Kurry,