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ward es ihm leicht, sie in seiner Gemeinde zur Uebung zu bringen, und Smith erreichte Manches, was in jedem andern Gemeinwesen ein Problem bleiben würde. Der stinkende Odem des Trunkenbolds beleidigte nie den Sinn; Tabaksqualm verpestete nie die Atmosphäre und Bettler und Faullenzer waren ganz unbekannte Dinge unter den Mormonen. „Wir sind“ – hörte man die Mormonen sagen, „hartgehämmerte Demokraten. Wir kennen nur einen Gesetzgeber, Gott, der durch den Mund unsers Propheten redet. Beamte, die nicht arbeiten, Damen, welche den Papagei im Hause spielen, Männer mit Glaçéhandschuhen, Leute, die Schwielen der Arbeit an den Händen für einen Makel halten und vornehm thun wollen, sind uns ein Greuel. Wir haben Konzertsäle, aber keine Salons“. –

Im Jahre 1843 erneuerten sich die religiösen Reibungen, die schon zweimal die Mormonen aus ihren Niederlassungen vertrieben hatten. Vergeblich verwendete der Prophet alle Macht und alle Klugheit, den Frieden zwischen seiner Gemeinde und den Andersdenkenden herzustellen; die Spaltungen wurden immer weiter, und vom Zelotismus der benachbarten Geistlichen genährt, artete die Unduldsamkeit in Versuche zur Unterdrückung aus, weiche die Mormonen mit voller Entschiedenheit zurückwiesen. Der Haß der Gegner, im Bunde mit Unverstand, Rohheit und Verfolgungssucht, verschmähte sodann auch schlechte Mittel nicht, um die öffentliche Meinung gegen das Mormonenthum zu reizen und einen Sturm gegen dasselbe anzufachen, um es zu vertilgen. Wenn man Smith einen wissentlichen Betrüger nannte, und den Mormonen, um der unvernünftigen Fabeln ihres Propheten willen, große Leichtgläubigkeit Schuld gab: so war ihnen damit nicht zu viel geschehen; daß man sie aber zugleich der gröbsten Unsittlichkeiten und des brutalsten Kommunismus bezüchtigte, und sie als Verächter und Verspötter der Christuslehre darstellte, dafür haben sich keine Thatsachen gefunden. Im Jahre 1844 war der Volkshaß in Illinois gegen die Mormonen in Nauwoo so allgemein und heftig geworden, daß die Legislatur des Staats mit Petitionen zur Austreibung der Sektiker bestürmt wurde, welche aber aus Mangel an Beweisen, daß das Thun und Treiben der Mormonen den Gesetzen des Landes zuwider sey, zurückgewiesen wurden. Dies konnte eine aufgeregte fanatisirte Bevölkerung jedoch nicht beruhigen, die sich – dem ältesten Grundsatz der Freiheit zuwider, – daran gewöhnt hatte, sich das Recht selbst durch die Stärke des Arms zu verschaffen, welches die Magistratur dem anmaßlichen Wahne versagte. Angezettelt von zeloten Priestern und von Sklavenbesitzern, die in der, die Sklaverei verdammenden, Ausbreitung des Mormonenthums Gefahr für ihr schwarzhäutiges Eigenthum fürchteten, reifte der Plan, die Mormonen mit Waffengewalt aus dem Lande zu treiben. Man predigte in zahlreichen Volksversammlungen offen den Krieg gegen die Sektiker, es bildeten sich Freischaaren, und ehe die Staatsregierung, die selbst zu schwach war, dem Unwesen zu steuern, den Beistand der Bundesbehörde erwirken konnte, hatte sich ein Heerhaufen zusammengerottet, und drohte Nauwoo zu stürmen und die Mormonen zu vertilgen. Da stellte Smith,